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Wenig oder auch nichts zu besitzen - das kann man sich vorstellen. Mit negativen Werten ist es schwieriger. Kann man weniger als nichts haben? Captain Kohle erklärt.

Weniger als nichts haben - geht das?

Unter Besitz oder Vermögen stellt man sich oft konkrete Gegenstände vor: Häuser, Autos, Boote - und alles herunter bis zu Smartphones, Klamotten und Spielzeug. Davon kann man nur nichts, viel oder wenig haben - negativ geht nicht.

Eigentum und Besitz

Nicht alles, was Leute täglich benutzen, gehört ihnen aber wirklich. Wohnungen sind meist gemietet - und viele neue Autos gehören gar nicht wirklich den Leuten, die sie benutzen - sie sind nur geleast.

Leasing ist eine Art lang laufender Miete, für die sie jeden Monat bezahlen müssen und bei deren Ablauf sie das Auto zurückgeben müssen.

Rechtlich gehört das Auto die ganze Zeit nicht dem Benutzer, sondern der Leasingfirma. Der Besitzer (=Nutzer) ist also gar nicht der Eigentümer (=die Leasingfirma).

Vermögen und Schulden

Nur wenige können sich den Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung einfach so leisten. Sie nehmen einen Kredit auf, den sie oft über mehrere Jahrzehnte abzahlen. Das kann sich lohnen, weil sie in dieser Zeit ja auch keine Miete bezahlen müssen - und weil Immobilienpreise nicht immer, aber oft steigen können.

Aber es gibt auch viele andere Dinge, für die Leute Kredit aufnehmen: gekaufte Autos oder Einrichtungsgegenstände zum Beispiel. Oft steht auch einfach das Konto im Minus, weil die Ausgaben höher waren als das Einkommen.

Diese Schulden muss man beim Vermögen natürlich berücksichtigen - und vom Gesamtwert der Sachwerte abziehen. Und dann sieht das Bild oft ganz anders aus.

Kann man weniger als nichts haben?

Wenn man den Absatz "Vermögen und Schulden" verstanden hat, wird es deutlich: Klar, wenn die Schulden höher sind als der Wert der Vermögensgegenstände, bleibt ein negativer Restwert übrig.

Rechnerisch gesehen hat man dann insgesamt weniger als nichts.

Wenn dann auch das laufende Einkommen fehlt, aus dem man seine fälligen Rechnungen doch noch bezahlen kann, gilt man als überschuldet.

Kommt das oft vor?

Leider ja: In Deutschland ist etwa jeder zehnte Erwachsene überschuldet. Das ist einer der Gründe, warum es Captain Kohle gibt und er das Thema auch schon bei Jugendlichen anspricht.

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Und im Shop findest Du das aktuelle Buchangebot.