Springe zum Inhalt

Captain Kohle empfiehlt, mal die amerikanische Website Mr. Money Moustache zu besuchen, auf der "Frugalismus" als Lebensweise beschrieben wird: Wenig konsumieren, viel sparen und anlegen, früh finanziell unabhängig werden

Mr. Money Moustache - sparsam leben, klug investieren und früh finanziell unabhängig werden. Captain Kohle stellt die amerikanische Frugalisten-Website vor.

Die große amerikanische Website für sparsames Leben

Nachdem ich vor einigen Wochen die deutsche Website Frugalisten vorgestellt habe, habe ich mir auch das größere amerikanische Portal Mr. Money Mustache angeschaut, die ähnlich der deutschen Website argumentiert:

Sparsam leben, auf den Besitz kostspieliger Gegenstände verzichten und sich durch Indexfonds (auch hier erklärt) frühzeitig finanziell unabhängig machen.

Das Grundthema ist also das Gleiche. Allerdings verwenden die "Geldschnurrbärte" etwas andere Beispiele und feiern sich schon als  Massenbewegung.

Kosten von Mobilität

Einer der Kernpunkte ist (für die USA sehr ungewöhnlich) die scharfe Kritik am Berufsverkehr im Auto - dessen Kosten von den meisten Amerikanern weit unterschätzt werden.

Mr. Money Mustache plädiert für ein einfacheres Leben mit kleineren Häusern, einem täglichen Ablauf mit weniger abgespulten Kilometern - und weniger Motoren zur Vereinfachung.

Entweder Luxus oder Bettpfanne?

In einem der Artikel geht einer der Autoren so weit, moderne Komfort-Extras als Schritte hin zum permanenten Herumliegen zu bezeichnen.  Nur noch die Bettpfanne fehle dann zur Vollversorgung.

Sicher eine sehr überzeichnete Betrachtung, die aber wohl in erster Linie nachdenklich machen soll, ob es nicht auch ein bisschen kleiner geht.

Die amerikanischen Rahmenbedingungen

Die Money Mustaches sind - wenn auch etwas untypische - Amerikaner.

Einige ihrer sehr ehrgeizigen zeitlichen Ziele für die frühe finanzielle Unabhängigkeit sind in einem amerikanischen Umfeld wohl auch einfacher erreichbar:

  • In den USA treten Hochschulabsolventen einige Jahre früher ins Berufsleben ein als in der EU, so dass die Sparphase früher beginnen kann.
  • In Deutschland sind Einkommen stärker von Abgaben belastet - als Gegenleistung für bessere soziale Absicherung. Das bedeutet aber auch, dass weniger Geld für eigenständiges Sparen zurückgelegt werden kann.
  • In den USA werden Gewinne auf langfristige Aktienanlagen geringer besteuert; außerdem können in den USA auch Aktienkäufe zur Altersversorgung steuerbegünstigt werden.

Schlussfolgerung

Ich mag Mr. Money Mustache wegen seiner frischen Sicht auf Finanzen und seiner recht einfach gehaltenen Erklärungen.

Staunend folge ich, wie schnell sich einige der "Schnurrbärte" ein Vermögen aufbauen - rufe mir aber auch ins Gedächtnis, dass ich zu Beginn meines Berufslebens nicht mal eben über 60% meines Einkommens hätte auf die Seite legen können.

Als Sammlung witziger Anregungen ist die Seite allerdings sehr empfehlenswert.

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Schaue auch mal in den shop und erfahre etwas über das Buchangebot!

Banken bieten Neukunden Geldprämien an, um sie für lange Zeit als Kunden zu gewinnen.

Die Angebote

"Cash für Konto" - oder so ähnlich - könnte es heißen:

Leicht verdientes Geld?

Banken bieten Geldprämien für Neukunden an, die bei ihnen

Girokonten eröffnen - aktuell werden Beträge bis zu 200 € aufgerufen (siehe hier). Klingt klasse - oder?

Warum "verschenken" Banken Geld?

Das Girokonto selbst mag bei vielen Banken noch kostenlos geführt werden. Es gilt aber als der Schlüssel zu allem, womit eine Bank dann später Geld verdienen kann:

Bei Kontoüberziehungen durch den Kunden fallen (aus Sicht der Bank) schöne Zinsen an. Gleiches gilt für Kredite, wenn der Kunde sie aus Bequemlichkeit bei derselben Bank aufnimmt.

Wenn der Kunde im Laufe der Jahre zu Geld kommt, wird er vermutlich auch sein Depot hier eröffnen und für alle Wertpapiergeschäfte Geld bezahlen.

Deshalb ist es wichtig, erst mal an die Kontoverbindung mit dem Kunden zu kommen. Nach ein paar Jahren hat man dann auch die Investition in eine solche Prämie wieder hereinverdient.

Könnte man da nicht Geld verdienen, in dem man einfach mehrere neue Konten eröffnet?

Die Einschränkungen

Auf die schlaue Idee mit dem Zusatzverdienst durch mehrfache Konten sind die Banken auch schon gekommen.

Die Prämien sind deshalb oft an mehrere Bedingungen geknüpft:

  • Einige Prämien werden nicht sofort, sondern erst nach einer Mindestdauer der Kontoverbindung bezahlt.
  • Die Prämien können an ein monatliches Mindesteinkommen gebunden sein.
  • Eine Bank verlangt, dass sie durch ihren Kontowechselservice eine Mindestzahl regelmäßiger Zahlungen mit übernimmt.

Die letzte Einschränkung ist besonders "raffiniert": Damit sind Erstkonten raus, da man ja vorher ein Konto gehabt haben muss. Und für die Anzahl regelmäßiger Zahlungsaufträge muss man eigentlich schon einen vollen eigenen Haushalt haben.

Oft werden die Prämien auch nicht wirklich als Bargeld versprochen, sondern sind Warengutscheine. Sie können dann oft nur bei bestimmten Onlineshops eingelöst werden.

Kann das für den Kunden trotzdem sinnvoll sein?

Wie gesagt: die meisten Prämien werden eher für Kontowechsler versprochen - also nicht für Schüler und Studenten, die vorher noch kein Konto haben.

Und mehrere Bankkonten gleichzeitig zum Kassieren vieler Prämien funktionieren wegen der Einschränkungen auch kaum.

Kontowechsel sind grundsätzlich einfach: die neue Bank nimmt dem Kunden viel Arbeit ab - sie kann sogar das alte Konto für einen kündigen.

Man sollte allerdings beachten, dass häufige Kontowechsel das Leben unübersichtlich machen können. Und sie können für Auskunfteien als Warnzeichen gelten, dass man weniger zuverlässig zahlt als andere mit gleich bleibenden Kontoverbindungen.

Also?

Geld verdienen mit häufigen Wechseln funktioniert kaum - und hat mehrere Nachteile. Wenn man die Bedingungen für die Prämien tatsächlich erfüllt, kann man sie als "Entscheidungshilfe" annehmen.

Das sollte man aber nur tun, wenn die neue Bank mit ihrem Angebot und ihren Preisen auch ohne die Prämie die richtige wäre.

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Schaue auch mal in den shop und erfahre etwas über das Buchangebot!

Captain Kohle warnt vor Kreditkarten, mit denen man leicht den Überblick verliert und in die Schuldenfalle laufen kann.

Sind Kreditkarten eine Schuldenfalle? Welche Arten von Karten gibt es und was muss man beachten? Captain Kohle erklärt.

Sie erlauben bargeldloses Zahlen auch online und telefonisch und eignen sich deshalb gut für online-Käufe.

Dabei unterscheidet man bislang zwischen Kreditkarten, bei denen man die gekauften Leistungen und Waren nachträglich bezahlt, und Debitkarten, bei denen man Guthaben vorher aufladen muss. 

Nachträgliche Bezahlung bedeutet Schulden - kurzfristig oder auch länger.

Man kann mit beiden auch Zahlungen vormerken und sie so als Sicherheiten nutzen, wenn man Autos, Motorroller und Räder mietet.

Und was kostet das?

Das ist eine Dienstleistung, die ihren Preis hat.

Oft ist dafür eine Jahresgebühr fällig - auch wenn der Anteil von Gratisangeboten in den letzten Jahren gewachsen ist.

Bei der Zahlung ziehen die Kartenunternehmen eine Provision ab - also eine  Gebühr, die immer der Empfänger des Geldes zahlen musste.

Seit Mai 2015 begrenzt die EU die Provision für solche Zahlungen auf 0,3% - viel weniger als vorher. Damit gehen den Kreditkartenunternehmen große Einnahmen verloren.

Not macht erfinderisch - auf Kosten des Kunden

Einige Unternehmen versuchen, das auf ziemlich hässliche Weise auszugleichen:

Sie entwickelten neue Kreditkarten.

Bei ihnen buchen sie ihren Kunden die monatlichen Rechnungen bei bestimmten Karten nicht mehr voll ab, sondern nur noch 5% dessen, was inzwischen zusammengekommen ist.  Den Rest müssen die Kunden selbst überweisen - oder für den offenen Betrag sehr hohe Zinsen bis zu 20% bezahlen.

Da der Kunde meist fröhlich weiter mit der Karte bezahlt, steigt die offene Gesamtsumme dann ständig weiter. Nur wer in das Online-Konto seiner Kreditkarte schaut, sieht überhaupt, wieviel er schuldet.

Die viel zu geringen monatlichen Abbuchungen dienen vermutlich nur der Kontrolle. Solange sie eingelöst werden, existiert das Bankkonto und der Kunde ist noch zahlungsfähig.

Irgendwann ist dann das Kreditkartenlimit erreicht. Das ist offenbar beabsichtigt.

Bisher funktionierten Kreditkarten nur in den USA so - das hat dazu geführt, dass jeder Amerikaner durchschnittlich umgerechnet ca. 5.000 € an Kreditkartenschulden hat.

Es gibt in Deutschland keinen technischen Grund, nicht den ganzen Betrag einzuziehen - und diese Lösung auch nicht mal anzubieten. Man hofft einfach darauf, dass viele Kunden den Überblick verlieren, nicht überweisen und Schulden zu sehr hohen Zinsen anhäufen.

Wie vermeide ich die Schuldenfalle?

Wer immer sich eine neue Kreditkarte zulegt, sollte darauf achten, dass der Betrag monatlich komplett eingezogen wird. Auf alles andere sollten sich nur die einlassen, die den vollen Überblick und die Lust haben, sich jeden Monat aktiv um ihre Kreditkarte zu kümmern.

Sonst wird die Kreditkarte schnell teuer und ein Weg in die Verschuldung.

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Schaue auch mal in den shop und erfahre etwas über das Buchangebot!

Link

Was sind Frugalisten, was ist ihnen wichtig und was kann man von ihnen lernen? Captain Kohle erklärt.

Frugalisten - ziemlich hartes Sparen

Frugal heißt soviel wie "einfach" oder "sparsam". Unter dem Namen "Frugalisten" (www.frugalisten.de) hat Oliver Noelting eine Website mit Blog aufgebaut, in der er eine recht radikale Lebensweise vorstellt.

Sehr einfach leben, mit wenig zurechtkommen, regelmäßig viel sparen, richtig anlegen und dadurch finanziell unabhängig werden. Oliver macht sehr deutlich, dass ihm diese finanzielle Freiheit wichtiger ist als materieller Luxus.

Er rechnet vor, wie jung man aufhören kann, zu arbeiten, wenn man während der Berufszeit und danach so lebt.

Mir gefällt an der Seite die einfache Darstellung und die Tipps und klaren Beispiele auch aus seinem eigenen Leben.

Er nutzt recht originelle Erklärungen wie die "Cloud of Things". Mit dem Begriff erklärt er, dass man nicht alles besitzen muss, was man irgendwann mal braucht. Stattdessen kann man vieles mieten, borgen oder nur kurzfristig gebraucht kaufen - und dann nach dem Gebrauch wieder loswerden.

Und was man dann nicht selbst hat, parkt man gewissermaßen in der "Cloud of Things" - wie Daten in einem Onlinespeicher.

Das macht Frugalisten zu einer interessanten Seite, in die ich gern schaue.

Auch wenn ich finde, dass seine "frugale" Lebensweise nicht für jeden das richtige ist. Mir persönlich ist es wichtiger, an Arbeit Spaß zu haben als mein Leben auf den frühen Ruhestand auszurichten - und einige seiner Spartips gehen mir selbst auch zu weit.

Ich nehme die Seite als Anregung, Motivation und Beruhigung - wer so frugal lebt, den muss Captain Kohle nicht aus Schwierigkeiten retten.

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Schaue auch mal in den shop und erfahre etwas über das Buchangebot!

Im engen Sinne gilt ein Mensch als arm, wenn ihm die Mittel fehlen, die  er für die "Grundbedürfnisse nach Kleidung, Nahrung, Wohnung und Erhaltung des Lebens" (Quelle: Wikipedia) braucht.

Das alles kann man in Deutschland über Hartz IV bekommen. Und das ist auch weit mehr als nach Definition der Weltbank für Armut (tägliches Einkommen von umgerechnet 1,90 US $).

Also keiner arm und Thema erledigt? Nicht ganz.

Die meisten entwickelten Länder zählen anders. Sie vergleichen die Einkommen aller Bewohner miteinander, und wer weniger als 50% des mittleren Einkommens verdient, gilt als arm.

Das berücksichtigt also überhaupt nicht, was genau man sich davon leisten kann. Ein Mensch, der in Deutschland als arm gelten würde, würde mit dem selben Einkommen in Indien als reich gelten.

Danach ist Armut nicht eine Frage materieller Not, sondern der Verteilung von Einkommen.

Das entspricht nicht ganz dem Bild von hungernden Menschen, die man oft beim Begriff der Armut hat. Aber es berücksichtigt auch, dass Armut bedeuten kann, einsam zu werden, weil man für viele Aktivitäten nicht das nötige Geld hat - auch wenn sie nicht lebensnotwendig sind.

Alle diese Definitionen (absolute und relative Armut) schauen in erster Linie auf das laufende Einkommen der Menschen. Das halte ich für falsch - denn das Vermögen wird nicht ausreichend berücksichtigt.

In Zeiten niedriger Zinsen kann man auch mit Millionenbeträgen nur wenige hundert Euro Zinsen im Monat bekommen. Da die Armutsbegriffe nur das Zinseinkommen zählen, würde der Millionär ohne andere Einnahmen als "arm" gelten.

Und jeder mit hohes Einkommen gilt als wohlhabend - auch wenn das meiste für das Abzahlen hoher Schulden draufgeht.

Wenn man über Armut spricht, muss man also genau verstehen, in welchem Zusammenhang der Begriff steht.

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Schaue auch mal in den shop und erfahre etwas über das Buchangebot!

1

Noch ein Finanzblog?

Tatsächlich!

Die meisten bisherigen Finanzblogs sind ziemlich spezialisiert:

Einige bieten Tips für bestimmte Aktien oder Anlagestrategien. Andere wiederum versprechen ganz allgemein Reichtum - und verraten Einzelheiten gegen hohe Gebühren.

Manche kombinieren Finanztips mit anderen Lebensratschlägen - z.B. wie man als weltreisender Blogger mit Finanzen umgeht.

Und was fehlt noch?

Eine einfach gehaltene Erklärung von Wirtschaft und Finanzen mit sinnvollen Empfehlungen. Wie kann man Fallen vermeiden und erste Schritte für lohnendes Sparen einleiten? Und wie kann man trotzdem Spaß an dem Thema haben?

Deshalb gibt es ab jetzt Captain Kohle.

Der Blog und die Website ergänzen den Schulunterricht und die anderen Publikationen von Captain Kohle und werden Woche für Woche weiter wachsen.