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Beratung zu Finanzen in den USA - Captain Kohle stellt die Dave Ramsey-Show vor. Was an der Finanzberatung auf amerikanisch besonders ist - und auch für uns interessant sein kann.

Sparen - eine der zentralen Botschaften von Dave Ramsey

Wie funktioniert die Beratung zu persönlichen Finanzen in den USA? Anders als in Deutschland! Eines der bekanntesten amerikanischen Showtalente mit Spezialisierung auf Fragen zu Finanzen ist Dave Ramsey. Seine "Dave Ramsey Show" ist einer der meistbesuchten Kanäle zu dem Thema auf Youtube.

Wie funktioniert die Dave Ramsey Show?

Dave Ramsey ist ein knapp 60 Jahre alter Texaner. Er sitzt in einem kleinen Studio und nimmt Anrufe entgegen, die sein Team vorher aussucht und mit kurzen Einblendungen vorstellt.

Die Anrufer schildern ihr Problem und stellen dann ihre Fragen, die sich oft, aber nicht immer um Schulden und finanzielle Probleme drehen. Und Dave antwortet.

Manchmal kommentiert er zwischen den Telefonaten aktuelle Nachrichten rund um das Thema Geld. Soweit ziemlich normal.

Was ist besonders an seiner Sendung?

Dave Ramsey kann sehr direkt werden, wenn seine Gesprächspartner ihm widersprechen oder unbequemen Wahrheiten nicht hören wollen. Das ist nicht immer fair - aber sehr eindringlich.

Dabei ist er ein origineller Typ, der auch über seine eigenen früheren Fehler und Dummheiten spricht.

Und er hat Erfolg mit dem, was er tut: Sein Kanal findet enorme Verbreitung, er hat mehrere Bücher über Finanzen veröffentlicht und eine Finanzakademie gegründet.

Was lernt man von ihm?

Er hat einige Kernbotschaften, die immer wieder auftauchen:

  • Kredite für Konsumgüter sind eine schlechte Idee
  • Kreditkarten verführen zu erhöhten Ausgaben, sind also auch schlecht
  • Schulden sollten schnellstmöglich durch radikalen Verzicht auf alles Unnötige abgebaut werden ("It's only rice and beans for dinner!")
  • Jeder Luxus, der nicht locker aus dem Einkommen bezahlt werden kann, muss weg

Und es schadet auch nicht den Englischkenntnissen, ihm zuzuhören.

Sein amerikanischer Dialekt ist verständlich - der seiner Anrufer leider nicht immer. Allerdings denke ich, dass man der Sendung nach vier oder fünf Jahren Englisch ganz gut folgen kann.

Was funktioniert nicht so ganz?

Einige Dinge sind in den USA anders als in Deutschland. Also passt auch die Finanzberatung auf Amerikanisch nicht in allen Punkten hierher:

  • Einige Fragen beziehen sich auf rechtliche Dinge - die sind oft sogar in verschiedenen Bundesstaaten unterschiedlich geregelt - da kann man einfach nur weiterspringen.
  • Studienkredite funktionieren völlig anders als das deutsche BAföG
  • In den USA sind Kreditkartenschulden häufiger und oft höher als in Deutschland, weil Kreditkarten dort etwas anders funktionieren.
  • Dort kommt es noch etwas stärker auf eigenes Sparen an, weil die Altersversorgung anders funktioniert.
  • Er verweist Leute mit Schulden oft zur Beratung an ihre Kirchengemeinden. Das ist auch sehr amerikanisch. Es gibt in Deutschland auch kirchliche Schuldnerberatungen (z.B. von der Caritas) - aber eben auch viele andere Anlaufstellen.
  • Und er bewirbt als guter Geschäftsmann massiv seine eigenen Bücher und Kurse. Es ist also eine Art Dauerwerbesendung.

Warum ich es gern sehe

  • Ich schaue gern, wie Dinge in anderen Ländern funktionieren.
  • Vieles, was es in den USA gibt, kommt irgendwann auch nach Deutschland. Dazu gehören die besonders gefährliche Sorte Kreditkarten, vor denen er warnt (ich auch). Sie sind noch in der Minderheit, breiten sich aber gefährlich aus.
  • Und viele seiner Kernbotschaften kann man einfach nicht oft genug hören!

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Und im Shop findest Du das aktuelle Buchangebot.

Gewinner beim Planspiel ist, wer am Ende der Zeit die höchste Summe aus Wertpapieren und Cash hat. Verlieren kann man dagegen außer etwas "Spielgeld" nichts. Im richtigen Leben aber sind die möglichen Verluste aber echt.

Was bringen Börsenplanspiele: welchen Sinn und welche Grenzen haben sie?


"Vorne liegen" ist für viele Hauptsache.

In vielen Schulen finden sie alljährlich statt: Börsenplanspiele.

Teams von Schülern erhalten einen virtuellen Geldbetrag, den sie für einen gewissen Zeitraum durch Kauf und Verkauf von Aktien mehren sollen. Wer am Ende dieser Zeit "vorne" liegt, gewinnt.

Was lernt man dabei?

Börsenplanspiele sind "learning by doing":

Man lernt die Auswahl geeigneter Aktien, oft auch recht lebensechte Eingaben von Aufträgen in Onlineformulare - mit den entsprechenden Limits. Und zwar, indem man sie macht.

Viele beschäftigen sich dabei auch das erste Mal mit Informationsquellen zu Finanzen: Apps und Artikel, in denen über Aktien diskutiert wird und in denen man sich Meinungen anschaut.

Man erlebt die Spannung, die Folgen der eigenen Entscheidung zu sehen - und dann weitere Entscheidungen treffen zu müssen: Bleibe ich in dieser Aktie - oder verkaufe ich?

Meist nehmen Schüler nicht einzeln teil, sondern als Teams. Das hat den Vorteil, dass man weniger "aus dem Bauch" entscheidet, sondern diskutiert:

Warum finde ich, dass wir diese Aktie kaufen, verkaufen oder behalten sollten? Wie können wir von Trend A oder B am besten profitieren? Wie wollen wir die Anlage auf verschiedene Werte aufteilen - und wo Schwerpunkte setzen?

Auch das Einigen auf eine gemeinsame Linie ist ein Erfolg.

Was dazugehört

Um einigermaßen erfolgreich teilnehmen zu können, sollte man bereits vorher grundsätzlich etwas über Aktienauswahl und -analyse gelernt haben.

Einige Schüler holen sich das in ihrer Freizeit vorher außerhalb der Schule. Andere lernen es schnell, wenn sie in einem Planspiel "ins kalte Wasser" geworfen werden und sich dann damit beschäftigen.

Viele brauchen aber auch vorher eine Einführung zu dem Thema - damit das Planpiel nicht für viele zum frustrierenden blinden Tippen wird.

Deutschland ist immer noch ein Land, in dem nur sehr wenige Menschen ihr Geld in Aktien anlegen - und wenige Eltern ihre Kinder darauf vorbereiten.

Deshalb sollten Börsenplanspiele nicht ohne Vorbereitung im Unterricht stattfinden.

Und Planspiele sollten auch unter realistischen Bedingungen laufen:

Bei Käufen und Verkäufen sollten marktübliche Kosten berechnet werden. "Hin und Her macht Taschen leer" heißt es ja. Auch wenn Onlinebanking Börsengeschäfte billiger macht - Kosten verursachen sie schon.

Was sie oft nicht bringen

Gewinner beim Planspiel ist, wer am Ende der Zeit die höchste Summe aus Wertpapieren und Cash hat. Verlieren kann man dagegen nichts.

Wenn man bei einer großen Teilnehmerzahl auf einen der ersten Plätze will, fährt man also mit hohem Risiko am besten. Man sucht sich Aktien mit hohen Kursschwankungen aus. Und man hält die Zahl der Aktien gering, um möglichst weit weg vom Feld der Teilnehmer zu kommen.

Dann spielt allerdings reines Glück eine große Rolle.

So sollte man echtes Geld im richtigen Leben aber nicht anlegen. Dort sind die möglichen Verluste ja echt. Und da spielen auch Sicherheitsgedanken eine Rolle, die einem beim Planspiel nur im Wege wären.

Und man lernt auch nicht die Geduld, die manche eher langfristigen Anlagen brauchen, bis sie aufgehen.

Also alles Quatsch?

Absolut nicht.

Man sollte sich klar sein, dass "vorne liegen" zwar ein schöner Erfolg ist, dass die erfolgreiche langfristige Geldanlage in Aktien für die meisten aber völlig anders funktioniert.

Dazu gern mehr in einem weiteren Beitrag...

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Für viele Werte gibt es unterschiedliche Messmethoden oder Angaben: Einige zählen dabei bestimmte Werte mit (brutto), andere dagegen nicht (netto). Captain Kohle zeigt das an einigen Beispielen.

Was bedeuten brutto und netto? Was sind die Unterschiede? Und wie merke ich mir das am besten? Und wie wirkt sich das aus? Captain Kohle erklärt.

Kurz bevor Angela Merkel Kanzlerin wurde, hatte ihr Vorgänger Gerhard Schröder gut lachen: Seine politische Gegnerin Frau Merkel hatte sich in einer Rede vertan und Brutto und Netto durcheinandergebracht. Darüber machte er sich ausgiebig lustig.

Worum geht es dabei eigentlich?

Was bedeuten brutto und netto?

Ganz einfach: für verschiedene Werte gibt es unterschiedliche Meßmethoden oder Angaben: Manchmal werden bei vergleichbaren Dingen einige Bestandteile mitgezählt, manchmal aber auch nicht.

Als Brutto bezeichnet man dann den höheren Wert, in dem "alles" mitgezählt wird, als Netto den kleineren Wert.

Und wie merkt man sich das am besten? Ganz einfach:

"Brutto" ist meist der größere Wert - hat ja auch einen Buchstaben mehr als "Netto".

Brutto- und Nettopreise

In Deutschland müssen Unternehmen die Preise für Endverbraucher immer einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer angeben:

Man zahlt an der Kasse genau den genannten Preis, weil er die Mehrwertsteuer schon enthält. (In den USA ist das anders: da steht der Nettopreis in der Werbung und auf dem Produkt - an der Kasse muss man aber zusätzlich die "Sales Tax" zahlen).

Firmen untereinander tun das nicht - sie vereinbaren miteinander die Nettopreise - also die Preise ohne die Mehrwertsteuer. Sie wissen dann selbst, dass sie die Mehrwertsteuer dazurechnen müssen.

Die Preise ohne Mehrwertsteuer versteht man also als Nettopreise, die einschließlich der Mehrwertsteuer als Bruttopreise.

Brutto- und Nettolöhne und -gehälter

Wenn sich eine Firma und ein Arbeitnehmer auf ein Gehalt einigen, ist das in aller Regel das Bruttogehalt.

Was man brutto verdient und was man ausgeben kann, sind völlig unterschiedliche Dinge
Bildquelle: Image by analogicus on Pixabay

Leider bekommt der Arbeitnehmer nicht annähernd diesen Betrag ausgezahlt:

Das Unternehmen erstellt eine Gehaltsabrechnung.

Darin berechnet es genau, wie viel von diesem Gehalt für Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung und für die Lohnsteuer abgeht. Es überweist nur den Rest an den Arbeitnehmer.

Dieser Rest ist das sogenannte Nettogehalt. Die Höhe der Abzüge hängt von vielen Faktoren ab (Einkommenshöhe, Wahl der Krankenversicherung, Familienstand und Zahl der Kinder).

Und so fallen diese Abzüge auch sehr unterschiedlich aus und können bis zur Hälfte ausmachen. Man kann sich das im Internet auf sogenannten "Brutto-Netto-Rechnern" mal mit verschiedenen Varianten durchrechnen.

Brutto- und Nettokapitalerträge

Hier unterscheidet man oft zwischen Brutto- und Nettorenditen (Rendite = jährlicher Ertrag geteilt durch das eingesetzte Geld).

Hier besteht die Differenz von Brutto und Netto in anfallenden Kosten (Verwaltungsgebühren etc.) und Steuern, die auf diese Erträge anfallen können.

Brutto- und Nettomieten

Auch Mieten für Wohnungen und Häuser unterscheidet man zwischen Brutto und Netto:

Netto ist die reine Zahlung, die der Vermieter für die Bereitstellung des Hauses oder der Wohnung bekommt.

Der Mieter muss jedoch zusätzlich Geld für Wasser, Treppenhausreinigung, Hausverwaltung, Müllentsorgung und andere Betriebskosten bezahlen... was sich dann zur Bruttomiete addiert.

Hier wird es ein bisschen kompliziert:

Oft streiten sich Vermieter und Mieter darüber, was ein Vermieter dem Mieter an Kosten berechnen darf.

Manchmal gibt es auch Dinge wie eine "Bruttokaltmiete", die zwar fast alle möglichen anderen Positionen enthält - nicht aber die Heizungskosten.

Brutto- und Nettomaße

Bei Volumen und Flächen unterscheidet man oft zwischen den äußeren Abmessungen und den Innenmaßen (z.B. ohne Innenwände), bei Fahrzeugen zwischen dem Gesamtgewicht und dem, was sie unbeladen wiegen...

Das Prinzip ist das Gleiche.

Die Auswirkungen

Diese Liste ist nicht vollständig - sie erläutert das Prinzip aber ganz gut. Wichtig ist, bei Zahlenangaben immer auch zu verstehen, wie diese Werte gemeint sind.

Sonst passen eventuell Möbel nicht in Wohnungen oder Lasten nicht in Fahrzeuge.

Bei Finanzen kann es richtig unangenehm werden:

Bei einem Monatsgehalt von 3.000 € klingen 1.000 € Monatsmiete ja leicht machbar: auf den ersten Blick sieht das nach 2.000 € Rest zum Leben aus.

Wenn man das Prinzip von Brutto und Netto verstanden hat und die richtigen Fragen stellt, merkt man aber schnell:

  • Von 3.000 € Bruttogehalt werden nach den Abzügen etwa 2.000 € netto ausgezahlt.
  • Zur Nettomiete von 1.000 € kommen oft noch 300 € an Betriebskosten und Heizung hinzu.

... und schon bleiben nicht mehr 2.000 €, sondern nur noch 700 € für den sonstigen Lebensunterhalt übrig.

Alles klar?

Das würde mich überraschen!

Das Grundprinzip von Brutto und Netto ist ja leicht zu verstehen - in vielen Fällen muss man aber wirklich genau klären, was die Unterschiede zwischen Brutto und Netto ausmacht:

Welche Positionen genau liegen zwischen Brutto und Netto? Enthält in diesem konkreten Fall das "Brutto" wirklich alles? Muss man nicht auch noch vom "Netto" doch noch irgendetwas abziehen?

Es ist absolut keine Schande, das zu fragen!

Mache ich auch gerne! Und gerade die, die mit den Brutto- und Nettobegriffen am sichersten herumwerfen, müssen dann oft selbst nachfragen gehen.

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Ein High-End smartphone von den zwei führenden "Premium-Marken" kann leicht über 1.000 € kosten. Schön, wenn man das auch gratis kriegen kann - oder?

Heißt Gratis-Handy wirklich gratis? Captain Kohle erklärt, was oft dahinter steckt.

Handy... wichtig, aber selten geschenkt...

Ein High-End smartphone von den zwei führenden "Premium-Marken" kann leicht über 1.000 € kosten. Schön, wenn man das auch gratis kriegen kann - oder?

Das Angebot

Die Firma mit dem blauen Logo und den vielen großen Fußnoten in der Werbung bietet an: Ein "gratis" Samsung 10+ ... bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags.

Mal durchgerechnet:

Der mit dem Handy verbundene Vertrag bietet mit mit 12 GB Datenvolumen und einer Flat in alle deutschen Netze zwar schon einiges... aber er kostet auch: gerundet 60 € monatlich im ersten Jahr und 80 € im zweiten Jahr.

Unter den Tarifdetails wird vorgerechnet: 240 € Ersparnis durch die reduzierten Monatsgebühren im ersten Jahr... Sieht ja fast so aus, als bekäme man noch was raus...

Toll - oder??

Aber rechnet man die Kosten auf die Laufzeit durch, kommt man über die zwei Jahre auf insgesamt 1.680 €.

Die Gegenrechnung

Das gleiche Handy kann man ab ca. 1.000 € ohne Vertrag kaufen - ein vergleichbarer Mobilfunkvertrag kostet im ersten Jahr gerundet 20 € monatlich, ab dem 2. Jahr 30 € monatlich - macht dann zusammen 600 € für zwei Jahre Daten und telefonieren.

Macht zusammen 1.600 €, also allein in den ersten zwei Jahren schon mal 80 € weniger.

Heißt für diese Zahlen:

So sieht's aus: das Gratis-Smartphone ist ein Einhorn. Nett, aber nicht echt...

Ist nicht wirklich so toll - schon in diesen zwei Jahren zahlt man für das "gratis"-Handy mehr als bei einem Kauf und einem getrennten Vertragsabschluss.

"Gratis" sieht so aus, als mache man ein besonders günstiges Geschäft. Das stimmt hier schon mal nicht.

Und sonst so?

Noch schlechter sieht das Geschäft nach Ablauf der 2 Jahre aus - der Vertrag kostet dann ja immer noch gerundete 80 € im Monat. Wer das Handy selbst kauft, hat dann aber auch weiterhin den billigen "nackten" Vertrag für 30 € zu zahlen.

Das tolle "Gratis-Angebot" verlockt einen also dazu, gleich nach 2 Jahren den nächsten ähnlichen Vertrag abzuschließen - während man das gekaufte Gerät noch eine weile länger nutzen kann, bis es wirklich nicht mehr gut funktioniert.

Und es versteckt die Tatsachen

  • dass man sich hier ein teures Gerät und einen recht aufwendigen Mobilfunkvertrag zulegt und bezahlt.
  • dass man sich zu hohen Zahlungen in der Zukunft verpflichtet, also Schulden macht
  • ... und dass genau solche Handyverträge gerade bei jungen Erwachsenen der Anfang der Überschuldung sind.

Und was ist die Empfehlung?

  1. Auch wenn es nervig ist: das Meer von Kleingedrucktem lesen... und mal durchrechnen.
  2. Scharf nachdenken und vergleichen: Was ginge sonst?

Was ginge denn sonst?

Wenn's ein smartphone sein soll:

Erst mal schauen, worauf es einem technisch ankommt und dann Modelle und auch mal Preise vergleichen. Einstiegsmodelle kann man schon für deutlich unter 200 € kaufen.

Für unter 300 € gibt es auch schon Geräte, die in Vergleichsportalen richtig gute Bewertungen bekommen.

Wenn man kein ausgesprochener Vieltelefonierer ist, mit 300 Minuten Gesprächszeit im Monat auskommt und meist im WLAN surft, kann man mit Tarifen um die 10 € monatlich auskommen.

Das macht dann auf 24 Monate gesehen eine Gesamtausgabe von unter 600 Euro. Auch ein ziemlicher Haufen Geld - aber eben nicht fast das Dreifache, und man kann das Gerät auch nach den zwei Jahren noch nutzen.

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Captain Kohle erklärt einfach Aktien und Aktienbörsen

Captain Kohle erklärt Aktien: was sind, sie wozu gibt es sie und wie funktionieren sie als Geldanlage?

Bulle und Bär - Symbole für die Aufs und Abs am Aktienmarkt

In fast jeder Jahrgangsstufe gibt es Leute, die sich für Aktien interessieren - die meisten allerdings eher kaum. Viele verbinden Aktien mit hohem Risiko - und einige Eltern murmeln nur "Neuer Markt" oder "Telekom-Aktie" und klinken sich bei dem Thema aus.

Dieser Artikel gibt mal einen kurzen Überblick darüber.

Was sind Aktien?

Aktien sind kleine Beteiligungen an Unternehmen, die man an Börsen handeln kann. Wer eine Aktie an einem Unternehmen kauft, leiht der Firma kein Geld, sondern wird ein Miteigentümer des Unternehmens.

Warum gibt es Aktien?

Die meisten kleineren Firmen gehören einer einzelnen Person oder einer kleinen Anzahl von Personen. Diese Eigentümer sind oft fest mit ihrer Firma verbunden und arbeiten in ihr. Also wird eine solche Firma nur selten verkauft - und wenn, dann gleich als Ganzes.

Viele Firmen wachsen allerdings so stark, dass sie ihre Erweiterungen nicht allein mit dem Gewinn bezahlen können, den sie machen. Sie müssen dann entweder viel Geld borgen - oder neue Miteigentümer ins Unternehmen holen, die das Geld für dieses Wachstum mitbringen.

Und das sind eben nicht immer Personen, die selbst im Unternehmen mitarbeiten möchten. Oft sind es andere Unternehmen oder Privatleute, die nur eine gute Geldanlage suchen und sich nicht lange ans Unternehmen binden wollen.

Deshalb wechseln Unternehmen in dieser Phase oft die Rechtsform, werden zur Aktiengesellschaft, so dass jeder der bisherigen Teilhaber eine bestimmte Anzahl Aktien bekommt.

Auch Dritte, die mit diesem Unternehmen sonst nichts zu tun haben, können die Anteile an diesem Unternehmen kaufen - die Märkte für diese Aktien heißen Börsen (oder genauer gesagt, Wertpapierbörsen).

Und was hat man davon, Aktien zu kaufen?

Während man Geld verleiht, um Zinsen zu bekommen, kauft man Aktien, um am Gewinn eines Unternehmens teilzuhaben.

Ein gut geführtes Unternehmen erwirtschaftet Gewinne, die mit der Zeit steigen sollten - einen Teil dieser Gewinne zahlt es an seine Aktionäre aus (diese Auszahlung nennt man Dividende), den Rest investiert das Unternehmen in die spätere Steigerung seiner Gewinne.

Und wenn ein Unternehmen seine Gewinne mit der Zeit steigern kann, steigt auch der Wert der Aktien selbst - man kann sie also später mit Gewinn wieder verkaufen.

Und was ist, wenn das Unternehmen keinen Gewinn macht?

Das kann auch vorkommen. Die Gewinne von Unternehmen können zurückgehen, völlig ausbleiben oder das Unternehmen kann Verluste erwirtschaften.

In diesen Fällen sind Aktien dann weniger interessant für Investoren - und ihre Kurs fällt dann meistens. Das kann so weit gehen, dass das Unternehmen pleite geht (hier erklärt). Die Aktien sind dann fast oder völlig wertlos.

Ist eine Aktie also eine sehr riskante Geldanlage?

Anders als bei einem Konto hat man keinen Anspruch auf einen bestimmten Geldbetrag. Man kauft einen Firmenanteil, der im Wert sehr stark steigen oder sinken kann. Das ist ein großes Risiko.

Man kann allerdings einiges tun, um das Risiko zu begrenzen:

  • Aktien von ausgewählten, gleichmäßig wachsenden Firmen kaufen
  • Das Risiko streuen, indem man Aktien von mehreren verschiedenen Firmen kauft
  • Nicht selbst Aktien kaufen, sondern Anteile an Fonds, die dann viele veschiedene Aktien zusammenstellen.

Und was macht die Börse?

An dieser Börse treffen die Kauf- und Verkaufsaufträge (Orders genannt) von Interessenten und verkaufswilligen Eigentümern zusammen. Beide können genau angeben, bis zu welchem Preis sie bereit sind zu kaufen - bzw. ab welchem Preis sie verkaufen wollen.

Wenn sich Kauf- und Verkaufsorders für eine bestimmte Aktie zum gleichen Preis treffen, wird der Verkauf ausgeführt - der Käufer erhält seine Aktien, der Verkäufer sein Geld. Diese Übertragungen laufen vollautomatisch über die Börse und die Banken.

Für die Vermittlung dieser Geschäfte bekommt die Börse einen kleinen Anteil des umgesetzten Geldes als Provision.

Die Börse veröffentlicht auch die Informationen über die Kurse, die die verschiedenen Aktien erreicht haben - für diese Daten erhält sie Geld von den Medien, die sie veröffentlichen.

In Deutschland werden die Wertpapierbörsen von der Deutschen Börse AG betrieben. Das ist ein so großes Unternehmen, dass das Unternehmen selbst eine AG ist und zu den wertvollsten Firmen Deutschlands gehört.

Ein weiteres Produkt der Deutschen Börse ist die Zusammenstellung von Aktienindizes wie dem DAX.

Was ist ein Börsenindex?

Im Mittelpunkt des Finanzteils einer Zeitung:
Dax, Dow und andere Börsenindizes

Die einzelnen Aktien entwickeln sich ja täglich sehr unterschiedlich. Um diese einzelnen Bewegungen in einen Zusammenhang zu stellen, stellen Börsen eine Art Warenkorb verschiedener Aktien zusammen.

An den Veränderungen der Indizes erkennt man, ob die Börse insgesamt einen guten oder schlechten Tag hat.

Der bekannteste und wichtigste Aktienindex in Deutschland ist der Deutsche Aktienindex, auch DAX abgekürzt. Er wird von der Deutsche Börse AG erfasst und veröffentlicht; man kann den aktuellen Stand des DAX ständig während der Öffnungszeit der Börse abrufen.

Der DAX umfasst 30 der größten und wertvollsten Unternehmen Deutschlands.

Lohnen sich Aktien überhaupt?

Ob der Wert einer bestimmten Aktie steigt oder fällt, ist nicht sicher vorherzusagen. In den letzten Jahrzehnten hat es immer wieder Kursrückgänge gegeben.

Wenn man sich das allerdings langfristig anschaut, hat sich der Durchschnitt der Aktien sehr positiv entwickelt. Der DAX, der im Jahr 1988 mit dem Stand von 1.000 Punkten gestartet wurde, steht jetzt bei über 12.000 Punkten - also eine Verzwölffachung des Anfangswertes in etwas über 30 Jahren.

Das ist deutlich mehr, als man in dieser Zeit an Zinsen auf Konten bekommen hätte.

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Geld verliert durch Inflation jährlich an Wert, so dass man sich trotz Zinsen davon weniger kaufen kann als jetzt. Ist es also dumm zu sparen?

Captain Kohle stellt die Nachteile und Vorteile, die Sparen trotz niedriger Zinsen hat.

Sparkonto oder Sparschwein - von den Zinsen fast das Gleiche

Für Guthaben auf Sparkonten gibt es nur etwa 0,25% Zinsen jährlich.

Geld verliert durch Inflation jährlich etwa anderthalb Prozent an Wert, so dass man sich trotz der Zinsen davon später weniger kaufen kann als jetzt.

Ist es also dumm, zu sparen?

Das kommt darauf an, welche Ziele man dabei hat. Wenn man auf einen bestimmten Gegenstand spart und das Geld zusammen hat, ist es natürlich besser früher zu kaufen, bevor der Preis ansteigt.

Es gibt aber immer noch mehrere Gründe, trotzdem zu sparen:

Du bekommst so Geld für Dinge zusammen, die Du Dir so nicht leisten könntest

Du erreichst Beträge, die man besser anlegen kann als auf einem Sparkonto. Sparkonten eignen sich am besten für kleinere Beträge und für kürzere Zeiträume. Ab etwa 2.000 Euro lohnen sich bessere Geldanlagen - das ist erst mal eine hohe Hürde... die man aber in ein paar Jahren schaffen kann.

Sparen vermeidet Schulden. Unter 18 kann und darf man zwar sowieso keine Schulden machen. Aber viele junge Erwachsene stolpern als erstes in Schuldenfallen, weil sie Geld ausgeben, das sie einfach nicht haben (häufiges Beispiel: teure Handyverträge).

Sparen macht unabhängiger. Die meisten Jugendlichen leben bei ihren Eltern - und manche bleiben auch danach ewig dort wohnen. Einer der Gründe dafür ist, dass eine eigene Wohnung einen Haufen Geld kostet. Klar, da sind die laufenden Kosten wie Miete, Strom, DSL-Anschluss, Heizung, die jeden Monat anfallen.

Auch der kleine Umzug in die erste Wohnung kostet einiges.

Aber es gibt eben auch einen großen Brocken, den das ganz zu Anfang auf einen Schlag kostet: die ersten eigenen Möbel, der Umzug mit den eigenen Sachen... Und der Vermieter verlangt meist nicht nur die laufende Miete, sondern eine sogenannte Mietkaution. Das ist eine Summe von meist drei Monatsmieten, die er als Sicherheit dafür haben will, dass er immer seine Miete bekommt. Die geht zwar auf ein Sparkonto und das Geld bekommt man wieder, wenn man auszieht.

Aber auch das Geld muss man erst mal haben - und zwar, bevor es mit dem Ausziehen zuhause erst mal losgeht.

Es kommt mehr zusammen. Wem schenkt man eher etwas: jemandem, der es schätzt und behält oder jemandem, bei dem alles sofort weg ist?

Und der letzte Grund, aber auch sehr wichtig:

Du gewöhnst Dich dran, regelmäßig etwas Geld übrig zu haben.

Gewohnheiten sind ziemlich mächtig, und vielen Leuten fällt es schwer, sich Dinge abzugewöhnen, die sie eigentlich falsch finden.

Zu diesen Gewohnheiten zählt auch der Umgang mit Geld. Einige Leute schaffen es immer, mit ihren Einnahmen auszukommen. Und andere "schaffen" es auch bei sehr hohem Verdienst immer wieder, am Monatsende ohne Geld dazustehen.

Das hängt davon ab, wie gut oder schlecht sie sich angewöhnt haben, mit ihrem Geld umzugehen - und auch mal Geld zurückzulegen.

Auch wenn es dabei noch nicht um Riesensummen geht - jetzt ist genau die richtige Zeit, Euch die richtigen Gewohnheiten zuzulegen!

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Einfache Erklärung am Beispiel der Germania,, was eine Firmenpleite bedeutet

Was ist eine Firmenpleite, wie wirkt sie sich aus und was kann man tun, um sich als Kunde davor zu schützen? Captain Kohle erklärt...

Was genau heißt "Insolvenz" - und was bedeutet das für Kunden?

„Pleite“ zu sein, heißt normalerweise, kein Geld zu haben.

Und was hat das damit zu tun, dass wie am letzten Dienstag Menschen weinend am Flughafen sitzen, weil ihr Flugzeug nicht fliegt?

Das hat daran gelegen, dass die Fluggesellschaft Germania (und vor anderthalb Jahren die Air Berlin) „Insolvenz anmeldete“ – was soviel heißt wie pleite ging.

Es ist eigentlich ähnlich wie bei Privatpersonen: Wenn eine Firma entweder viel mehr Geld schuldet als sie Vermögensgegenstände besitzt oder aber zuwenig Geld hat, um ihre laufenden Kosten zu zahlen, hat sie ein Problem.

Sie kann ihre Lieferanten und Mitarbeiter nicht bezahlen, Steuern und andere Abgaben bleiben offen – und die Verschuldung wächst immer weiter. Wenn die Firma immer so weiter machen könnte, würden diese unbezahlten Schulden und der verursachte Schaden immer größer.

Deshalb muss eine Firma bei Erreichen der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung Insolvenz anmelden. Tut sie das nicht, drohen den Geschäftsführern (oder Vorständen, wie sie bei Aktiengesellschaften heißen) hohe Strafen - und dass sie selbst mit ihrem eigenen Vermögen für die Schulden der Firma haften müssen.

Was bedeutet das dann?

Es bedeutet zunächst, dass das Amtsgericht einen Insolvenzverwalter einsetzt, der das Unternehmen zusammen mit der Geschäftsführung leitet und dafür sorgt, dass das Insolvenzverfahren sauber abläuft.

Ohne die Zustimmung dieses Verwalters darf die Firma dann niemandem mehr Geld auszahlen. Der Insolvenzverwalter achtet auch darauf, dass die Eigentümer nichts mehr aus der Firma entnehmen - und kann auch Gelder oder Gegenstände für die Firma zurückverlangen, die die Eigentümer kurz vor der Pleite entnommen haben, um sie in Sicherheit zu bringen.

Früher bedeutete ein Konkurs (so nannte man das lange Zeit), dass dieser Verwalter recht schnell das eigentliche Geschäft des Unternehmens stoppte, alle Wertgegenstände des Unternehmens verkaufte und das Geld an diejenigen verteilte, bei denen es Schulden hatte.

Meistens bekamen diese Gläubiger nur wenige Prozent ihres Geldes heraus – wenn überhaupt etwas.

Inzwischen versuchen Insolvenzverwalter oft, das Unternehmen nicht schnell zu zerschlagen, sondern es weiterzuführen, bis zum Beispiel ein neuer Eigentümer gefunden wird. So bleiben die Arbeitsplätze der Angestellten erhalten.

Für diejenigen, denen das Unternehmen schuldet, bleibt die Pleite der Firma eine schlechte Nachricht – auch wenn das Unternehmen weiterbesteht, ist ihr Geld meist verloren.

Ist das nicht ungerecht?

Eigentlich schon: Menschen bezahlen für einen Flug, eine Reise oder eine Ware, bekommen sie nicht und kriegen auch nicht ihr Geld zurück.

Bei einer Insolvenz fehlt nun mal Geld, das das Unternehmen anderen schuldet – und irgendwann muss der Schnitt gemacht werden, damit das Problem nicht immer größer wird und immer mehr andere betrifft.

Deshalb hat man sich für diese Art entschieden, mit Firmenpleiten umzugehen. Die Insolvenz kann nur versuchen, das wenige restliche Geld korrekt zu verteilen – mehr wird es davon natürlich nicht.Passiert das oft

Passiert das oft?

Ja. In Deutschland sind im Jahr 2018 19.900 Firmen in die Insolvenz gegangen. Über 80% davon waren aber sehr klein und hatten fünf Mitarbeiter oder weniger.

Manchmal trifft es aber auch große, die es in die Medien schaffen – entweder, weil viele Arbeitsplätze verlorengehen, weil der Schaden besonders groß ist – oder weil es, wie bei einer Fluglinie, viele Geschädigte gibt, die nicht verreisen können.

Kann man sich gegen Firmenpleiten schützen?

Der beste Schutz gegen Firmenpleiten ist, möglichst wenig vorauszubezahlen - dann wird man nicht direkt betroffen. Das ist nicht immer leicht - gerade bei Flugtickets bedeutet spätes Buchen ja oft hohe Preise.

Und Pleiten können ja auch in anderen Branchen passieren. Wenn immer man Gelder vorausbezahlen soll, sollte man vorher eine kleine Internetrecherche machen: Oft kann man schon erkennen, wenn ein Unternehmen finanzielle Probleme hat.

Bei der Germania wurden finanzielle Schwierigkeiten erst wenige Tage vor der Pleite erkennbar. Als 2017 die Air Berlin pleiteging, war das anders - da war schon monatelang von der schweren Krise die Rede, bevor sie dann Insolvenz anmelden musste.

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Das erste Jugendsachbuch von Captain Kohle zu Finanzen ist bestellbar.
Cover zu "Captain Kohle legt los"

Seit 29.1.2019 ist es hier als Buch und hier als E-Book bestellbar: das erste Jugendbuch von Captain Kohle (Altersgruppe 12-15). Die beiden Teenager Max und Lisa brechen in ihre eigenen Finanzen auf: erstes selbstverdientes Geld, erstes eigenes Konto, Sparen, Wünsche...

Captain Kohle spricht mit ihnen über Zinsen, Sparen... und was man dabei beachten sollte.

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Wer Geld an Freunde verleiht, riskiert nicht nur, das Geld zu verlieren, sondern auch diese Freunde und auch andere.

Bei Geld hört die Freundschaft auf. Damit wird davor geraten, Freunden in Gelddingen allzusehr zu vertrauen. Stimmt das? Captain Kohle erklärt.

Kann man sich auf Freunde nicht verlassen?

Ich zähle das Verleihen unter Freunden oder in der Familie zu den riskantesten Arten, sein Geld anzulegen. Warum?

"Beim Geld hört die Freundschaft auf!" sagt das alte Sprichwort. Viele finden das ziemlich böse und egoistisch.

Man riskiert nicht nur, dass es nicht zurückgezahlt wird. Man riskiert zusätzlich, den Freund zu verlieren (oder Familienkrach). Und wenn man richtig "Glück" hat, versucht derjenige, dem man helfen wollte, einen auch noch als geldgierigen und hartherzigen "Eintreiber" hinzustellen. Dann steht man auch noch im Bekanntenkreis blöd da.

Oft sind diejenigen, die Freunde anpumpen, gerade die, die mit ihrem Geld eher schlecht umgehen. Bei ihnen ist oft fraglich, ob sie das Geld überhaupt zurückzahlen können - selbst wenn sie es wirklich wollen.

Wem man wieviel leihen will, muss jeder selbst entscheiden.

Man sollte aber ein paar Regeln beachten:

Als Minderjähriger kann man nicht rechtsgültig Geld leihen. Geliehene Gelder müssen zwar grundsätzlich zurückgegeben werden - das erfordert dann aber meist, dessen Eltern in die Sache zu ziehen. Unangenehm.

Wenn man nicht genau vereinbart, wann das Geld zurückgezahlt werden soll, gilt das rechtlich als "unbefristetes Darlehen".  Das muss man schriftlich mit einer dreimonatigen Frist kündigen, bevor man es zurückverlangen kann. Umständlich.

In sehr vielen Fällen kommt es hinterher zum Streit darüber, ob Geld nur geliehen oder geschenkt wurde oder wann es zurückbezahlt werden soll. Dann muss man einem bisherigen Freund beweisen können, was vereinbart ist.

Was tun, damit die Freundschaft nicht aufhört?

Deshalb meine Empfehlungen:

  • Rechtzeitig mal "auf Vorrat" überlegen, wie man "nein" sagen kann, ohne zu verletzen.
  • Grundsätzlich kein Geld an Minderjährige verleihen. Ohne eine schriftliche Vereinbarung nur so viel leihen, wie man auch verschenken würde.
  • Wenn es wirklich sein muss, schriftlich und mit Unterschrift festhalten, wieviel Geld geliehen wurde - und wann genau es zurückgezahlt werden soll.
  • Hierbei konkrete Daten nennen - und nicht schwammige Sätze wie "wenn ich wieder Geld habe".

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Bei Handyspielen und Apps kann man schnell Überblick über Kosten verlieren. Das ist eine mögliche Schuldenfalle.

Wie behält man Überblick über Kosten von Spielen und Apps? Captain Kohle erklärt...

Überblick über Ausgaben

"Wofür gebe ich eigentlich mein Geld aus?" - eine wichtige Frage.

In einer Welt unbegrenzter Einnahmen könnte sie einem egal sein - aber nicht, wenn Ausgaben und Einnahmen zusammenpassen müssen.

Wenn man Ausgaben senken möchte oder muss, sollte man daher genau wissen, wie groß die einzelnen Ausgabenposten sind. Nur so kann man an der richtigen Stelle ansetzen.

Die Übersichtlichkeit

Am leichtesten fällt der Überblick bei festen und regelmäßigen Ausgaben: wenn der Handyvertrag 10 Euro oder das Schülerticket für öffentliche Verkehrsmittel 50 Euro pro Monat kostet, ist das eine klare Ansage.

Schwieriger wird es mit den vielen kleinen Einzelausgaben: Der Latte to go hier, der Kinobesuch da...

Das addiert sich auf und erfordert genaues Aufschreiben, um den Gesamtbetrag zu erkennen.

Noch schwieriger wird es, wenn man die Ausgaben gar nicht so richtig wahrnimmt.

Kostenfalle In-App-Käufe

Klicken, zahlen, weitermachen...

Am schwierigsten sind Kosten, die verschleiert oder gar in "Geschenken" versteckt sind:

In den letzten Jahren sind zahlreiche Apps und Portale auf den Markt gekommen, bei denen Kosten nur schwer erkennbar sind:

Spiele, bei denen man Punkte gewinnen kann - aber auch braucht, um in die nächste Runde weiterzukommen: Für Ausrüstung, Avatare, Fahrzeuge, Bewaffnung oder einfach nur, um weiterspielen zu können.
Irgendwann kommt man an den Punkt, dass man weitere Punkte oder "Credits" braucht, um mit Spaß weiterspielen zu können.
Immer wenn diese Punkte zugekauft werden müssen, wird es unübersichtlich:

  • Wieviele Punkte musste ich für Geld zukaufen?
  • Was habe ich dafür bezahlt?
  • Was habe ich dafür genau bekommen?

Und so zahlen Spieler viel Geld für features, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Für verbreitete Spiele können so im Lauf der Zeit Beträge von mehreren Tausend Euro zusammenkommen.

Das wird erleichtert durch sogenannte "In-App-Käufe" - man hinterlegt Zahlungsinformationen, über die man praktisch beim Spielen zukaufen kann. Dabei merkt man kaum, welche Geldbeträge zusammenkommen.

Diese In-App-Käufe sollte man im System deaktivieren.

Kostenfalle Online-Portale

Auch Anbieter von Online-Portalen nutzen gezielt die mangelnde Übersicht:

Ob Dating, Spiele, Voting, teilweise auch Musik- und Filmbörsen:

Nicht immer sind die Kosten von vornherein transparent - oft wird man erst an die Nutzung gewöhnt, bevor man über weitere Kosten informiert wird:

  • Man wird vom Filmtrailer auf kostenpflichtige download-Portale weitergeleitet
  • Man kann Nachrichten nur bei bestimmten Mindestguthaben verschicken
  • Bestimmte Darstellungs-Features sind nur bei einem bestimmten Status möglich, den man kaufen muss.

Besonders gefährlich sind hierbei Punktesysteme: Mit ihnen können die Kosten noch verändert werden, nachdem man bereits bezahlt hat.

Plötzlich muss man dann für ein bestimmtes Feature 50 statt 40 Punkte bezahlen - was man dann meist nicht in Geld umrechnet.

Diese Kostenfallen lassen sich leicht umgehen, indem man vor Benutzung nach Erfahrungsberichten schaut. Dafür sollte man unbedingt unabhängige Bewertungsportale und neutrale Quellen aufsuchen - nicht die Kommentare beim Anbieter selbst ernst nehmen!

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