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Geld verliert durch Inflation jährlich an Wert, so dass man sich trotz Zinsen davon weniger kaufen kann als jetzt. Ist es also dumm zu sparen?

Captain Kohle stellt die Nachteile und Vorteile, die Sparen trotz niedriger Zinsen hat.

Sparkonto oder Sparschwein - von den Zinsen fast das Gleiche

Für Guthaben auf Sparkonten gibt es nur etwa 0,25% Zinsen jährlich.

Geld verliert durch Inflation jährlich etwa anderthalb Prozent an Wert, so dass man sich trotz der Zinsen davon später weniger kaufen kann als jetzt.

Ist es also dumm, zu sparen?

Das kommt darauf an, welche Ziele man dabei hat. Wenn man auf einen bestimmten Gegenstand spart und das Geld zusammen hat, ist es natürlich besser früher zu kaufen, bevor der Preis ansteigt.

Es gibt aber immer noch mehrere Gründe, trotzdem zu sparen:

Du bekommst so Geld für Dinge zusammen, die Du Dir so nicht leisten könntest

Du erreichst Beträge, die man besser anlegen kann als auf einem Sparkonto. Sparkonten eignen sich am besten für kleinere Beträge und für kürzere Zeiträume. Ab etwa 2.000 Euro lohnen sich bessere Geldanlagen - das ist erst mal eine hohe Hürde... die man aber in ein paar Jahren schaffen kann.

Sparen vermeidet Schulden. Unter 18 kann und darf man zwar sowieso keine Schulden machen. Aber viele junge Erwachsene stolpern als erstes in Schuldenfallen, weil sie Geld ausgeben, das sie einfach nicht haben (häufiges Beispiel: teure Handyverträge).

Sparen macht unabhängiger. Die meisten Jugendlichen leben bei ihren Eltern - und manche bleiben auch danach ewig dort wohnen. Einer der Gründe dafür ist, dass eine eigene Wohnung einen Haufen Geld kostet. Klar, da sind die laufenden Kosten wie Miete, Strom, DSL-Anschluss, Heizung, die jeden Monat anfallen.

Auch der kleine Umzug in die erste Wohnung kostet einiges.

Aber es gibt eben auch einen großen Brocken, den das ganz zu Anfang auf einen Schlag kostet: die ersten eigenen Möbel, der Umzug mit den eigenen Sachen... Und der Vermieter verlangt meist nicht nur die laufende Miete, sondern eine sogenannte Mietkaution. Das ist eine Summe von meist drei Monatsmieten, die er als Sicherheit dafür haben will, dass er immer seine Miete bekommt. Die geht zwar auf ein Sparkonto und das Geld bekommt man wieder, wenn man auszieht.

Aber auch das Geld muss man erst mal haben - und zwar, bevor es mit dem Ausziehen zuhause erst mal losgeht.

Es kommt mehr zusammen. Wem schenkt man eher etwas: jemandem, der es schätzt und behält oder jemandem, bei dem alles sofort weg ist?

Und der letzte Grund, aber auch sehr wichtig:

Du gewöhnst Dich dran, regelmäßig etwas Geld übrig zu haben.

Gewohnheiten sind ziemlich mächtig, und vielen Leuten fällt es schwer, sich Dinge abzugewöhnen, die sie eigentlich falsch finden.

Zu diesen Gewohnheiten zählt auch der Umgang mit Geld. Einige Leute schaffen es immer, mit ihren Einnahmen auszukommen. Und andere "schaffen" es auch bei sehr hohem Verdienst immer wieder, am Monatsende ohne Geld dazustehen.

Das hängt davon ab, wie gut oder schlecht sie sich angewöhnt haben, mit ihrem Geld umzugehen - und auch mal Geld zurückzulegen.

Auch wenn es dabei noch nicht um Riesensummen geht - jetzt ist genau die richtige Zeit, Euch die richtigen Gewohnheiten zuzulegen!

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Schaue auch mal in den shop und erfahre etwas über das Buchangebot!

Einfache Erklärung am Beispiel der Germania,, was eine Firmenpleite bedeutet

Was ist eine Firmenpleite, wie wirkt sie sich aus und was kann man tun, um sich als Kunde davor zu schützen? Captain Kohle erklärt...

Was genau heißt "Insolvenz" - und was bedeutet das für Kunden?

„Pleite“ zu sein, heißt normalerweise, kein Geld zu haben.

Und was hat das damit zu tun, dass wie am letzten Dienstag Menschen weinend am Flughafen sitzen, weil ihr Flugzeug nicht fliegt?

Das hat daran gelegen, dass die Fluggesellschaft Germania (und vor anderthalb Jahren die Air Berlin) „Insolvenz anmeldete“ – was soviel heißt wie pleite ging.

Es ist eigentlich ähnlich wie bei Privatpersonen: Wenn eine Firma entweder viel mehr Geld schuldet als sie Vermögensgegenstände besitzt oder aber zuwenig Geld hat, um ihre laufenden Kosten zu zahlen, hat sie ein Problem.

Sie kann ihre Lieferanten und Mitarbeiter nicht bezahlen, Steuern und andere Abgaben bleiben offen – und die Verschuldung wächst immer weiter. Wenn die Firma immer so weiter machen könnte, würden diese unbezahlten Schulden und der verursachte Schaden immer größer.

Deshalb muss eine Firma bei Erreichen der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung Insolvenz anmelden. Tut sie das nicht, drohen den Geschäftsführern (oder Vorständen, wie sie bei Aktiengesellschaften heißen) hohe Strafen - und dass sie selbst mit ihrem eigenen Vermögen für die Schulden der Firma haften müssen.

Was bedeutet das dann?

Es bedeutet zunächst, dass das Amtsgericht einen Insolvenzverwalter einsetzt, der das Unternehmen zusammen mit der Geschäftsführung leitet und dafür sorgt, dass das Insolvenzverfahren sauber abläuft.

Ohne die Zustimmung dieses Verwalters darf die Firma dann niemandem mehr Geld auszahlen. Der Insolvenzverwalter achtet auch darauf, dass die Eigentümer nichts mehr aus der Firma entnehmen - und kann auch Gelder oder Gegenstände für die Firma zurückverlangen, die die Eigentümer kurz vor der Pleite entnommen haben, um sie in Sicherheit zu bringen.

Früher bedeutete ein Konkurs (so nannte man das lange Zeit), dass dieser Verwalter recht schnell das eigentliche Geschäft des Unternehmens stoppte, alle Wertgegenstände des Unternehmens verkaufte und das Geld an diejenigen verteilte, bei denen es Schulden hatte.

Meistens bekamen diese Gläubiger nur wenige Prozent ihres Geldes heraus – wenn überhaupt etwas.

Inzwischen versuchen Insolvenzverwalter oft, das Unternehmen nicht schnell zu zerschlagen, sondern es weiterzuführen, bis zum Beispiel ein neuer Eigentümer gefunden wird. So bleiben die Arbeitsplätze der Angestellten erhalten.

Für diejenigen, denen das Unternehmen schuldet, bleibt die Pleite der Firma eine schlechte Nachricht – auch wenn das Unternehmen weiterbesteht, ist ihr Geld meist verloren.

Ist das nicht ungerecht?

Eigentlich schon: Menschen bezahlen für einen Flug, eine Reise oder eine Ware, bekommen sie nicht und kriegen auch nicht ihr Geld zurück.

Bei einer Insolvenz fehlt nun mal Geld, das das Unternehmen anderen schuldet – und irgendwann muss der Schnitt gemacht werden, damit das Problem nicht immer größer wird und immer mehr andere betrifft.

Deshalb hat man sich für diese Art entschieden, mit Firmenpleiten umzugehen. Die Insolvenz kann nur versuchen, das wenige restliche Geld korrekt zu verteilen – mehr wird es davon natürlich nicht.Passiert das oft

Passiert das oft?

Ja. In Deutschland sind im Jahr 2018 19.900 Firmen in die Insolvenz gegangen. Über 80% davon waren aber sehr klein und hatten fünf Mitarbeiter oder weniger.

Manchmal trifft es aber auch große, die es in die Medien schaffen – entweder, weil viele Arbeitsplätze verlorengehen, weil der Schaden besonders groß ist – oder weil es, wie bei einer Fluglinie, viele Geschädigte gibt, die nicht verreisen können.

Kann man sich gegen Firmenpleiten schützen?

Der beste Schutz gegen Firmenpleiten ist, möglichst wenig vorauszubezahlen - dann wird man nicht direkt betroffen. Das ist nicht immer leicht - gerade bei Flugtickets bedeutet spätes Buchen ja oft hohe Preise.

Und Pleiten können ja auch in anderen Branchen passieren. Wenn immer man Gelder vorausbezahlen soll, sollte man vorher eine kleine Internetrecherche machen: Oft kann man schon erkennen, wenn ein Unternehmen finanzielle Probleme hat.

Bei der Germania wurden finanzielle Schwierigkeiten erst wenige Tage vor der Pleite erkennbar. Als 2017 die Air Berlin pleiteging, war das anders - da war schon monatelang von der schweren Krise die Rede, bevor sie dann Insolvenz anmelden musste.

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Das erste Jugendsachbuch von Captain Kohle zu Finanzen ist bestellbar.
Cover zu "Captain Kohle legt los"

Seit 29.1.2019 ist es hier als Buch und hier als E-Book bestellbar: das erste Jugendbuch von Captain Kohle (Altersgruppe 12-15). Die beiden Teenager Max und Lisa brechen in ihre eigenen Finanzen auf: erstes selbstverdientes Geld, erstes eigenes Konto, Sparen, Wünsche...

Captain Kohle spricht mit ihnen über Zinsen, Sparen... und was man dabei beachten sollte.

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Wer Geld an Freunde verleiht, riskiert nicht nur, das Geld zu verlieren, sondern auch diese Freunde und auch andere.

Bei Geld hört die Freundschaft auf. Damit wird davor geraten, Freunden in Gelddingen allzusehr zu vertrauen. Stimmt das? Captain Kohle erklärt.

Kann man sich auf Freunde nicht verlassen?

Ich zähle das Verleihen unter Freunden oder in der Familie zu den riskantesten Arten, sein Geld anzulegen. Warum?

"Beim Geld hört die Freundschaft auf!" sagt das alte Sprichwort. Viele finden das ziemlich böse und egoistisch.

Man riskiert nicht nur, dass es nicht zurückgezahlt wird. Man riskiert zusätzlich, den Freund zu verlieren (oder Familienkrach). Und wenn man richtig "Glück" hat, versucht derjenige, dem man helfen wollte, einen auch noch als geldgierigen und hartherzigen "Eintreiber" hinzustellen. Dann steht man auch noch im Bekanntenkreis blöd da.

Oft sind diejenigen, die Freunde anpumpen, gerade die, die mit ihrem Geld eher schlecht umgehen. Bei ihnen ist oft fraglich, ob sie das Geld überhaupt zurückzahlen können - selbst wenn sie es wirklich wollen.

Wem man wieviel leihen will, muss jeder selbst entscheiden.

Man sollte aber ein paar Regeln beachten:

Als Minderjähriger kann man nicht rechtsgültig Geld leihen. Geliehene Gelder müssen zwar grundsätzlich zurückgegeben werden - das erfordert dann aber meist, dessen Eltern in die Sache zu ziehen. Unangenehm.

Wenn man nicht genau vereinbart, wann das Geld zurückgezahlt werden soll, gilt das rechtlich als "unbefristetes Darlehen".  Das muss man schriftlich mit einer dreimonatigen Frist kündigen, bevor man es zurückverlangen kann. Umständlich.

In sehr vielen Fällen kommt es hinterher zum Streit darüber, ob Geld nur geliehen oder geschenkt wurde oder wann es zurückbezahlt werden soll. Dann muss man einem bisherigen Freund beweisen können, was vereinbart ist.

Was tun, damit die Freundschaft nicht aufhört?

Deshalb meine Empfehlungen:

  • Rechtzeitig mal "auf Vorrat" überlegen, wie man "nein" sagen kann, ohne zu verletzen.
  • Grundsätzlich kein Geld an Minderjährige verleihen. Ohne eine schriftliche Vereinbarung nur so viel leihen, wie man auch verschenken würde.
  • Wenn es wirklich sein muss, schriftlich und mit Unterschrift festhalten, wieviel Geld geliehen wurde - und wann genau es zurückgezahlt werden soll.
  • Hierbei konkrete Daten nennen - und nicht schwammige Sätze wie "wenn ich wieder Geld habe".

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Bei Handyspielen und Apps kann man schnell Überblick über Kosten verlieren. Das ist eine mögliche Schuldenfalle.

Wie behält man Überblick über Kosten von Spielen und Apps? Captain Kohle erklärt...

Überblick über Ausgaben

"Wofür gebe ich eigentlich mein Geld aus?" - eine wichtige Frage.

In einer Welt unbegrenzter Einnahmen könnte sie einem egal sein - aber nicht, wenn Ausgaben und Einnahmen zusammenpassen müssen.

Wenn man Ausgaben senken möchte oder muss, sollte man daher genau wissen, wie groß die einzelnen Ausgabenposten sind. Nur so kann man an der richtigen Stelle ansetzen.

Die Übersichtlichkeit

Am leichtesten fällt der Überblick bei festen und regelmäßigen Ausgaben: wenn der Handyvertrag 10 Euro oder das Schülerticket für öffentliche Verkehrsmittel 50 Euro pro Monat kostet, ist das eine klare Ansage.

Schwieriger wird es mit den vielen kleinen Einzelausgaben: Der Latte to go hier, der Kinobesuch da...

Das addiert sich auf und erfordert genaues Aufschreiben, um den Gesamtbetrag zu erkennen.

Noch schwieriger wird es, wenn man die Ausgaben gar nicht so richtig wahrnimmt.

Kostenfalle In-App-Käufe

Klicken, zahlen, weitermachen...

Am schwierigsten sind Kosten, die verschleiert oder gar in "Geschenken" versteckt sind:

In den letzten Jahren sind zahlreiche Apps und Portale auf den Markt gekommen, bei denen Kosten nur schwer erkennbar sind:

Spiele, bei denen man Punkte gewinnen kann - aber auch braucht, um in die nächste Runde weiterzukommen: Für Ausrüstung, Avatare, Fahrzeuge, Bewaffnung oder einfach nur, um weiterspielen zu können.
Irgendwann kommt man an den Punkt, dass man weitere Punkte oder "Credits" braucht, um mit Spaß weiterspielen zu können.
Immer wenn diese Punkte zugekauft werden müssen, wird es unübersichtlich:

  • Wieviele Punkte musste ich für Geld zukaufen?
  • Was habe ich dafür bezahlt?
  • Was habe ich dafür genau bekommen?

Und so zahlen Spieler viel Geld für features, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Für verbreitete Spiele können so im Lauf der Zeit Beträge von mehreren Tausend Euro zusammenkommen.

Das wird erleichtert durch sogenannte "In-App-Käufe" - man hinterlegt Zahlungsinformationen, über die man praktisch beim Spielen zukaufen kann. Dabei merkt man kaum, welche Geldbeträge zusammenkommen.

Diese In-App-Käufe sollte man im System deaktivieren.

Kostenfalle Online-Portale

Auch Anbieter von Online-Portalen nutzen gezielt die mangelnde Übersicht:

Ob Dating, Spiele, Voting, teilweise auch Musik- und Filmbörsen:

Nicht immer sind die Kosten von vornherein transparent - oft wird man erst an die Nutzung gewöhnt, bevor man über weitere Kosten informiert wird:

  • Man wird vom Filmtrailer auf kostenpflichtige download-Portale weitergeleitet
  • Man kann Nachrichten nur bei bestimmten Mindestguthaben verschicken
  • Bestimmte Darstellungs-Features sind nur bei einem bestimmten Status möglich, den man kaufen muss.

Besonders gefährlich sind hierbei Punktesysteme: Mit ihnen können die Kosten noch verändert werden, nachdem man bereits bezahlt hat.

Plötzlich muss man dann für ein bestimmtes Feature 50 statt 40 Punkte bezahlen - was man dann meist nicht in Geld umrechnet.

Diese Kostenfallen lassen sich leicht umgehen, indem man vor Benutzung nach Erfahrungsberichten schaut. Dafür sollte man unbedingt unabhängige Bewertungsportale und neutrale Quellen aufsuchen - nicht die Kommentare beim Anbieter selbst ernst nehmen!

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Captain Kohle empfiehlt, mal die amerikanische Website Mr. Money Moustache zu besuchen, auf der "Frugalismus" als Lebensweise beschrieben wird: Wenig konsumieren, viel sparen und anlegen, früh finanziell unabhängig werden

Mr. Money Moustache - sparsam leben, klug investieren und früh finanziell unabhängig werden. Captain Kohle stellt die amerikanische Frugalisten-Website vor.

Die große amerikanische Website für sparsames Leben

Nachdem ich vor einigen Wochen die deutsche Website Frugalisten vorgestellt habe, habe ich mir auch das größere amerikanische Portal Mr. Money Mustache angeschaut, die ähnlich der deutschen Website argumentiert:

Sparsam leben, auf den Besitz kostspieliger Gegenstände verzichten und sich durch Indexfonds (auch hier erklärt) frühzeitig finanziell unabhängig machen.

Das Grundthema ist also das Gleiche. Allerdings verwenden die "Geldschnurrbärte" etwas andere Beispiele und feiern sich schon als  Massenbewegung.

Kosten von Mobilität

Einer der Kernpunkte ist (für die USA sehr ungewöhnlich) die scharfe Kritik am Berufsverkehr im Auto - dessen Kosten von den meisten Amerikanern weit unterschätzt werden.

Mr. Money Mustache plädiert für ein einfacheres Leben mit kleineren Häusern, einem täglichen Ablauf mit weniger abgespulten Kilometern - und weniger Motoren zur Vereinfachung.

Entweder Luxus oder Bettpfanne?

In einem der Artikel geht einer der Autoren so weit, moderne Komfort-Extras als Schritte hin zum permanenten Herumliegen zu bezeichnen.  Nur noch die Bettpfanne fehle dann zur Vollversorgung.

Sicher eine sehr überzeichnete Betrachtung, die aber wohl in erster Linie nachdenklich machen soll, ob es nicht auch ein bisschen kleiner geht.

Die amerikanischen Rahmenbedingungen

Die Money Mustaches sind - wenn auch etwas untypische - Amerikaner.

Einige ihrer sehr ehrgeizigen zeitlichen Ziele für die frühe finanzielle Unabhängigkeit sind in einem amerikanischen Umfeld wohl auch einfacher erreichbar:

  • In den USA treten Hochschulabsolventen einige Jahre früher ins Berufsleben ein als in der EU, so dass die Sparphase früher beginnen kann.
  • In Deutschland sind Einkommen stärker von Abgaben belastet - als Gegenleistung für bessere soziale Absicherung. Das bedeutet aber auch, dass weniger Geld für eigenständiges Sparen zurückgelegt werden kann.
  • In den USA werden Gewinne auf langfristige Aktienanlagen geringer besteuert; außerdem können in den USA auch Aktienkäufe zur Altersversorgung steuerbegünstigt werden.

Schlussfolgerung

Ich mag Mr. Money Mustache wegen seiner frischen Sicht auf Finanzen und seiner recht einfach gehaltenen Erklärungen.

Staunend folge ich, wie schnell sich einige der "Schnurrbärte" ein Vermögen aufbauen - rufe mir aber auch ins Gedächtnis, dass ich zu Beginn meines Berufslebens nicht mal eben über 60% meines Einkommens hätte auf die Seite legen können.

Als Sammlung witziger Anregungen ist die Seite allerdings sehr empfehlenswert.

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Banken bieten Neukunden Geldprämien an, um sie für lange Zeit als Kunden zu gewinnen.

Die Angebote

"Cash für Konto" - oder so ähnlich - könnte es heißen:

Leicht verdientes Geld?

Banken bieten Geldprämien für Neukunden an, die bei ihnen

Girokonten eröffnen - aktuell werden Beträge bis zu 200 € aufgerufen (siehe hier). Klingt klasse - oder?

Warum "verschenken" Banken Geld?

Das Girokonto selbst mag bei vielen Banken noch kostenlos geführt werden. Es gilt aber als der Schlüssel zu allem, womit eine Bank dann später Geld verdienen kann:

Bei Kontoüberziehungen durch den Kunden fallen (aus Sicht der Bank) schöne Zinsen an. Gleiches gilt für Kredite, wenn der Kunde sie aus Bequemlichkeit bei derselben Bank aufnimmt.

Wenn der Kunde im Laufe der Jahre zu Geld kommt, wird er vermutlich auch sein Depot hier eröffnen und für alle Wertpapiergeschäfte Geld bezahlen.

Deshalb ist es wichtig, erst mal an die Kontoverbindung mit dem Kunden zu kommen. Nach ein paar Jahren hat man dann auch die Investition in eine solche Prämie wieder hereinverdient.

Könnte man da nicht Geld verdienen, in dem man einfach mehrere neue Konten eröffnet?

Die Einschränkungen

Auf die schlaue Idee mit dem Zusatzverdienst durch mehrfache Konten sind die Banken auch schon gekommen.

Die Prämien sind deshalb oft an mehrere Bedingungen geknüpft:

  • Einige Prämien werden nicht sofort, sondern erst nach einer Mindestdauer der Kontoverbindung bezahlt.
  • Die Prämien können an ein monatliches Mindesteinkommen gebunden sein.
  • Eine Bank verlangt, dass sie durch ihren Kontowechselservice eine Mindestzahl regelmäßiger Zahlungen mit übernimmt.

Die letzte Einschränkung ist besonders "raffiniert": Damit sind Erstkonten raus, da man ja vorher ein Konto gehabt haben muss. Und für die Anzahl regelmäßiger Zahlungsaufträge muss man eigentlich schon einen vollen eigenen Haushalt haben.

Oft werden die Prämien auch nicht wirklich als Bargeld versprochen, sondern sind Warengutscheine. Sie können dann oft nur bei bestimmten Onlineshops eingelöst werden.

Kann das für den Kunden trotzdem sinnvoll sein?

Wie gesagt: die meisten Prämien werden eher für Kontowechsler versprochen - also nicht für Schüler und Studenten, die vorher noch kein Konto haben.

Und mehrere Bankkonten gleichzeitig zum Kassieren vieler Prämien funktionieren wegen der Einschränkungen auch kaum.

Kontowechsel sind grundsätzlich einfach: die neue Bank nimmt dem Kunden viel Arbeit ab - sie kann sogar das alte Konto für einen kündigen.

Man sollte allerdings beachten, dass häufige Kontowechsel das Leben unübersichtlich machen können. Und sie können für Auskunfteien als Warnzeichen gelten, dass man weniger zuverlässig zahlt als andere mit gleich bleibenden Kontoverbindungen.

Also?

Geld verdienen mit häufigen Wechseln funktioniert kaum - und hat mehrere Nachteile. Wenn man die Bedingungen für die Prämien tatsächlich erfüllt, kann man sie als "Entscheidungshilfe" annehmen.

Das sollte man aber nur tun, wenn die neue Bank mit ihrem Angebot und ihren Preisen auch ohne die Prämie die richtige wäre.

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Captain Kohle warnt vor Kreditkarten, mit denen man leicht den Überblick verliert und in die Schuldenfalle laufen kann.

Sind Kreditkarten eine Schuldenfalle? Welche Arten von Karten gibt es und was muss man beachten? Captain Kohle erklärt.

Sie erlauben bargeldloses Zahlen auch online und telefonisch und eignen sich deshalb gut für online-Käufe.

Dabei unterscheidet man bislang zwischen Kreditkarten, bei denen man die gekauften Leistungen und Waren nachträglich bezahlt, und Debitkarten, bei denen man Guthaben vorher aufladen muss. 

Nachträgliche Bezahlung bedeutet Schulden - kurzfristig oder auch länger.

Man kann mit beiden auch Zahlungen vormerken und sie so als Sicherheiten nutzen, wenn man Autos, Motorroller und Räder mietet.

Und was kostet das?

Das ist eine Dienstleistung, die ihren Preis hat.

Oft ist dafür eine Jahresgebühr fällig - auch wenn der Anteil von Gratisangeboten in den letzten Jahren gewachsen ist.

Bei der Zahlung ziehen die Kartenunternehmen eine Provision ab - also eine  Gebühr, die immer der Empfänger des Geldes zahlen musste.

Seit Mai 2015 begrenzt die EU die Provision für solche Zahlungen auf 0,3% - viel weniger als vorher. Damit gehen den Kreditkartenunternehmen große Einnahmen verloren.

Not macht erfinderisch - auf Kosten des Kunden

Einige Unternehmen versuchen, das auf ziemlich hässliche Weise auszugleichen:

Sie entwickelten neue Kreditkarten.

Bei ihnen buchen sie ihren Kunden die monatlichen Rechnungen bei bestimmten Karten nicht mehr voll ab, sondern nur noch 5% dessen, was inzwischen zusammengekommen ist.  Den Rest müssen die Kunden selbst überweisen - oder für den offenen Betrag sehr hohe Zinsen bis zu 20% bezahlen.

Da der Kunde meist fröhlich weiter mit der Karte bezahlt, steigt die offene Gesamtsumme dann ständig weiter. Nur wer in das Online-Konto seiner Kreditkarte schaut, sieht überhaupt, wieviel er schuldet.

Die viel zu geringen monatlichen Abbuchungen dienen vermutlich nur der Kontrolle. Solange sie eingelöst werden, existiert das Bankkonto und der Kunde ist noch zahlungsfähig.

Irgendwann ist dann das Kreditkartenlimit erreicht. Das ist offenbar beabsichtigt.

Bisher funktionierten Kreditkarten nur in den USA so - das hat dazu geführt, dass jeder Amerikaner durchschnittlich umgerechnet ca. 5.000 € an Kreditkartenschulden hat.

Es gibt in Deutschland keinen technischen Grund, nicht den ganzen Betrag einzuziehen - und diese Lösung auch nicht mal anzubieten. Man hofft einfach darauf, dass viele Kunden den Überblick verlieren, nicht überweisen und Schulden zu sehr hohen Zinsen anhäufen.

Wie vermeide ich die Schuldenfalle?

Wer immer sich eine neue Kreditkarte zulegt, sollte darauf achten, dass der Betrag monatlich komplett eingezogen wird. Auf alles andere sollten sich nur die einlassen, die den vollen Überblick und die Lust haben, sich jeden Monat aktiv um ihre Kreditkarte zu kümmern.

Sonst wird die Kreditkarte schnell teuer und ein Weg in die Verschuldung.

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Was sind Frugalisten, was ist ihnen wichtig und was kann man von ihnen lernen? Captain Kohle erklärt.

Frugalisten - ziemlich hartes Sparen

Frugal heißt soviel wie "einfach" oder "sparsam". Unter dem Namen "Frugalisten" (www.frugalisten.de) hat Oliver Noelting eine Website mit Blog aufgebaut, in der er eine recht radikale Lebensweise vorstellt.

Sehr einfach leben, mit wenig zurechtkommen, regelmäßig viel sparen, richtig anlegen und dadurch finanziell unabhängig werden. Oliver macht sehr deutlich, dass ihm diese finanzielle Freiheit wichtiger ist als materieller Luxus.

Er rechnet vor, wie jung man aufhören kann, zu arbeiten, wenn man während der Berufszeit und danach so lebt.

Mir gefällt an der Seite die einfache Darstellung und die Tipps und klaren Beispiele auch aus seinem eigenen Leben.

Er nutzt recht originelle Erklärungen wie die "Cloud of Things". Mit dem Begriff erklärt er, dass man nicht alles besitzen muss, was man irgendwann mal braucht. Stattdessen kann man vieles mieten, borgen oder nur kurzfristig gebraucht kaufen - und dann nach dem Gebrauch wieder loswerden.

Und was man dann nicht selbst hat, parkt man gewissermaßen in der "Cloud of Things" - wie Daten in einem Onlinespeicher.

Das macht Frugalisten zu einer interessanten Seite, in die ich gern schaue.

Auch wenn ich finde, dass seine "frugale" Lebensweise nicht für jeden das richtige ist. Mir persönlich ist es wichtiger, an Arbeit Spaß zu haben als mein Leben auf den frühen Ruhestand auszurichten - und einige seiner Spartips gehen mir selbst auch zu weit.

Ich nehme die Seite als Anregung, Motivation und Beruhigung - wer so frugal lebt, den muss Captain Kohle nicht aus Schwierigkeiten retten.

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Im engen Sinne gilt ein Mensch als arm, wenn ihm die Mittel fehlen, die  er für die "Grundbedürfnisse nach Kleidung, Nahrung, Wohnung und Erhaltung des Lebens" (Quelle: Wikipedia) braucht.

Das alles kann man in Deutschland über Hartz IV bekommen. Und das ist auch weit mehr als nach Definition der Weltbank für Armut (tägliches Einkommen von umgerechnet 1,90 US $).

Also keiner arm und Thema erledigt? Nicht ganz.

Die meisten entwickelten Länder zählen anders. Sie vergleichen die Einkommen aller Bewohner miteinander, und wer weniger als 50% des mittleren Einkommens verdient, gilt als arm.

Das berücksichtigt also überhaupt nicht, was genau man sich davon leisten kann. Ein Mensch, der in Deutschland als arm gelten würde, würde mit dem selben Einkommen in Indien als reich gelten.

Danach ist Armut nicht eine Frage materieller Not, sondern der Verteilung von Einkommen.

Das entspricht nicht ganz dem Bild von hungernden Menschen, die man oft beim Begriff der Armut hat. Aber es berücksichtigt auch, dass Armut bedeuten kann, einsam zu werden, weil man für viele Aktivitäten nicht das nötige Geld hat - auch wenn sie nicht lebensnotwendig sind.

Alle diese Definitionen (absolute und relative Armut) schauen in erster Linie auf das laufende Einkommen der Menschen. Das halte ich für falsch - denn das Vermögen wird nicht ausreichend berücksichtigt.

In Zeiten niedriger Zinsen kann man auch mit Millionenbeträgen nur wenige hundert Euro Zinsen im Monat bekommen. Da die Armutsbegriffe nur das Zinseinkommen zählen, würde der Millionär ohne andere Einnahmen als "arm" gelten.

Und jeder mit hohes Einkommen gilt als wohlhabend - auch wenn das meiste für das Abzahlen hoher Schulden draufgeht.

Wenn man über Armut spricht, muss man also genau verstehen, in welchem Zusammenhang der Begriff steht.

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