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Inflation

Was ist Inflation?

Inflation ist der allgemeine Anstieg der Preise in einem Land. Die sogenannte Inflationsrate misst diesen Anstieg in Prozent.

Das heißt allerdings nicht, dass die Preise für alle Güter mit gleicher Geschwindigkeit steigen. In den letzten Jahren sind Mieten in Großstädten stark angestiegen. Preise für Computer und andere technische Geräte sind dagegen deutlich gefallen.

Je nach beobachteter Ware könnte man also endlos diskutieren, ob und wie stark das Preisniveau insgesamt startet.

Inflationsgeld aus dem Jahr 1923. Wegen einer schweren Wirtschaftskrise stiegen Preise innerhalb weniger Tage stark an. Schon wenige Tage nach Ausgabe dieses Scheins konnte man selbst für eine Milliarde Mark kaum mehr etwas kaufen.

Wie wird Inflation gemessen?

Deshalb misst das Statistische Bundesamt Inflationsraten.

Es stellt einen sogenannten "Warenkorb" aus den Produkten und Leistungen zusammen, die ein normaler Haushalt braucht. In regelmäßigen Abständen beobachtet es die einzelnen Preise und berechnet, wie sich der Preis des ganzen Korbes dadurch verändert. Die Veränderung der Summe entspricht der Inflationsrate.

Klingt einfach - bedeutet aber, dass auch der Warenkorb immer wieder an veränderten Konsum angepasst werden muss. Der Warenkorb heute sieht also ganz anders aus als vor 20 Jahren.

Ein direkter Vergleich zwischen den Preisen von 1950 und 2018 ist deshalb wenig sinnvoll. Von Jahr zu Jahr sind die Anpassungen aber sehr gering.

In Deutschland liegen Inflationsraten meist bei Werten zwischen einem und vier Prozent pro Jahr.

Welche Auswirkung hat Inflation?

Inflation wird oft gleichbedeutend mit "Geldentwertung" verwendet.

Rechnerisch ist das nicht ganz das Gleiche: Steigen die Preise um 100%, dann bedeutet das eine Entwertung des Geldes um 50%. Bei den üblichen Inflationsraten von unter 5% spielt die Abweichung aber keine große Rolle.

Der Begriff Geldentwertung beschreibt aber gut, was Inflation für Sparer bedeutet:

Sie können durch die Inflation vom gleichen Geldbetrag weniger kaufen als vorher.

Deshalb vergleicht man die Zinsen gern mit der Inflationsrate. Falls die Inflationsrate höher ist als die Zinsen, die man bekommt, kann man trotz Zinsen weniger kaufen als vorher. Das nennt man eine negative reale Verzinsung.

Ähnlich wirkt sich Inflation auf Löhne und Gehälter: steigen diese langsamer als die Inflation, spricht man von sinkenden Reallöhnen.

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