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Geld

Jeder weiß, wie unser heutiges Geld aussieht - und was man damit machen kann, wenn man welches hat. Aber wenn man sieht, dass Geld stark an Wert verlieren kann oder dass über "alternative Währungen" gesprochen wird, lohnt sich die Frage schon:

Was ist eigentlich Geld?

Geld ist das allgemeine Tauschmittel einer Gesellschaft. Dazu wird es entweder durch eine ausdrückliche Vereinbarung oder durch Gesetze.

Wenn in einer Wirtschaft nur zwei Personen miteinander zwei Waren tauschen wollen, ist es einfach. Sie müssen sich nur über das Tauschverhältnis einigen. Dazu brauchen sie kein Geld.

Je mehr Personen und je mehr Waren, desto komplizierter wird eine Tauschwirtschaft. Wenn der Metzger Brötchen braucht, der Bäcker aber Vegetarier ist und viel lieber eine Dunstabzugshaube für seine Küche möchte, werden Zwischentausche nötig. Der Metzger muss sein Fleisch möglicherweise nacheinander gegen mehrere andere Dinge eintauschen, bis er seine Brötchen bekommt.

Deshalb bildeten sich recht bald einheitliche Tauschmittel heraus, die die Rolle von Geld übernahmen.

Welche Eigenschaften braucht Geld?

  1. Die Geldeinheiten müssen untereinander gleichartig sein, damit sie auch gleich wertvoll sind.
  2. Diese Tauschmittel dürfen nicht völlig unbegrenzt vorkommen. Niemand würde beispielsweise in einer Wüste etwas verkaufen, wenn er dafür Sand bekäme.
  3. Das Tauschmittel sollte gut zu transportieren und nicht verderblich sein.

Wie entwickelte sich Geld?

WährungManche frühen Gesellschaften nutzten bestimmte, sehr gleichmäßig wachsende Muscheln oder Federn als Tauschmittel.

Schon seit mehreren Jahrtausenden setzten sich dann Edelmetalle durch, deren Wert sich nach ihrem Gewicht maß. Aufgeprägte Zahlen und die Köpfe und Symbole der jeweiligen Herrscher waren eher Markenzeichen.

Geld
frühe Geld-Münzen

Edelmetalle behielten lange die Funktion als Geld. Erst im 18. Jahrhundert kamen Banknoten auf, die anfangs nur als Quittungen für Goldmünzen dienten. Und erst im Laufe des 20. Jahrhunderts endete diese feste Bindung von Geld an Edelmetalle.

Funktioniert modernes Leben ohne Geld?

Manchmal verliert Geld seine Rolle als zentrales Tauschmittel. Das passiert dann, wenn die Bürger eines Landes ihrer Regierung und dem Geld nicht mehr vertrauen.

Dann beginnt wieder der Tauschhandel. Meist suchen sich die Menschen sehr schnell wieder ein neues zentrales Tauschmittel.

Das letzte Mal geschah dies in Deutschland 1945: Die Reichsmark war nichts mehr wert, und so setzte sich schnell die Zigarette als zentrale Tauschware durch. Sie war zwar keine offizielle Währung - wurde aber wie Geld benutzt, da sie die nötigen Eigenschaften besaß.

Sobald mit der Deutschen Mark wieder eine zuverlässige Währung bestand, verlor die Zigarette diese Rolle wieder.

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