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Wer Geld an Freunde verleiht, riskiert nicht nur, das Geld zu verlieren, sondern auch diese Freunde und auch andere.

Bei Geld hört die Freundschaft auf. Damit wird davor geraten, Freunden in Gelddingen allzusehr zu vertrauen. Stimmt das? Captain Kohle erklärt.

Kann man sich auf Freunde nicht verlassen?

Ich zähle das Verleihen unter Freunden oder in der Familie zu den riskantesten Arten, sein Geld anzulegen. Warum?

"Beim Geld hört die Freundschaft auf!" sagt das alte Sprichwort. Viele finden das ziemlich böse und egoistisch.

Man riskiert nicht nur, dass es nicht zurückgezahlt wird. Man riskiert zusätzlich, den Freund zu verlieren (oder Familienkrach). Und wenn man richtig "Glück" hat, versucht derjenige, dem man helfen wollte, einen auch noch als geldgierigen und hartherzigen "Eintreiber" hinzustellen. Dann steht man auch noch im Bekanntenkreis blöd da.

Oft sind diejenigen, die Freunde anpumpen, gerade die, die mit ihrem Geld eher schlecht umgehen. Bei ihnen ist oft fraglich, ob sie das Geld überhaupt zurückzahlen können - selbst wenn sie es wirklich wollen.

Wem man wieviel leihen will, muss jeder selbst entscheiden.

Man sollte aber ein paar Regeln beachten:

Als Minderjähriger kann man nicht rechtsgültig Geld leihen. Geliehene Gelder müssen zwar grundsätzlich zurückgegeben werden - das erfordert dann aber meist, dessen Eltern in die Sache zu ziehen. Unangenehm.

Wenn man nicht genau vereinbart, wann das Geld zurückgezahlt werden soll, gilt das rechtlich als "unbefristetes Darlehen".  Das muss man schriftlich mit einer dreimonatigen Frist kündigen, bevor man es zurückverlangen kann. Umständlich.

In sehr vielen Fällen kommt es hinterher zum Streit darüber, ob Geld nur geliehen oder geschenkt wurde oder wann es zurückbezahlt werden soll. Dann muss man einem bisherigen Freund beweisen können, was vereinbart ist.

Was tun, damit die Freundschaft nicht aufhört?

Deshalb meine Empfehlungen:

  • Rechtzeitig mal "auf Vorrat" überlegen, wie man "nein" sagen kann, ohne zu verletzen.
  • Grundsätzlich kein Geld an Minderjährige verleihen. Ohne eine schriftliche Vereinbarung nur so viel leihen, wie man auch verschenken würde.
  • Wenn es wirklich sein muss, schriftlich und mit Unterschrift festhalten, wieviel Geld geliehen wurde - und wann genau es zurückgezahlt werden soll.
  • Hierbei konkrete Daten nennen - und nicht schwammige Sätze wie "wenn ich wieder Geld habe".

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Schaue auch mal in den shop und erfahre etwas über das Buchangebot!