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Captain Kohle warnt vor Kreditkarten, mit denen man leicht den Überblick verliert und in die Schuldenfalle laufen kann.

Sind Kreditkarten eine Schuldenfalle? Welche Arten von Karten gibt es und was muss man beachten? Captain Kohle erklärt.

Sie erlauben bargeldloses Zahlen auch online und telefonisch und eignen sich deshalb gut für online-Käufe.

Dabei unterscheidet man bislang zwischen Kreditkarten, bei denen man die gekauften Leistungen und Waren nachträglich bezahlt, und Debitkarten, bei denen man Guthaben vorher aufladen muss. 

Nachträgliche Bezahlung bedeutet Schulden - kurzfristig oder auch länger.

Man kann mit beiden auch Zahlungen vormerken und sie so als Sicherheiten nutzen, wenn man Autos, Motorroller und Räder mietet.

Und was kostet das?

Das ist eine Dienstleistung, die ihren Preis hat.

Oft ist dafür eine Jahresgebühr fällig - auch wenn der Anteil von Gratisangeboten in den letzten Jahren gewachsen ist.

Bei der Zahlung ziehen die Kartenunternehmen eine Provision ab - also eine  Gebühr, die immer der Empfänger des Geldes zahlen musste.

Seit Mai 2015 begrenzt die EU die Provision für solche Zahlungen auf 0,3% - viel weniger als vorher. Damit gehen den Kreditkartenunternehmen große Einnahmen verloren.

Not macht erfinderisch - auf Kosten des Kunden

Einige Unternehmen versuchen, das auf ziemlich hässliche Weise auszugleichen:

Sie entwickelten neue Kreditkarten.

Bei ihnen buchen sie ihren Kunden die monatlichen Rechnungen bei bestimmten Karten nicht mehr voll ab, sondern nur noch 5% dessen, was inzwischen zusammengekommen ist.  Den Rest müssen die Kunden selbst überweisen - oder für den offenen Betrag sehr hohe Zinsen bis zu 20% bezahlen.

Da der Kunde meist fröhlich weiter mit der Karte bezahlt, steigt die offene Gesamtsumme dann ständig weiter. Nur wer in das Online-Konto seiner Kreditkarte schaut, sieht überhaupt, wieviel er schuldet.

Die viel zu geringen monatlichen Abbuchungen dienen vermutlich nur der Kontrolle. Solange sie eingelöst werden, existiert das Bankkonto und der Kunde ist noch zahlungsfähig.

Irgendwann ist dann das Kreditkartenlimit erreicht. Das ist offenbar beabsichtigt.

Bisher funktionierten Kreditkarten nur in den USA so - das hat dazu geführt, dass jeder Amerikaner durchschnittlich umgerechnet ca. 5.000 € an Kreditkartenschulden hat.

Es gibt in Deutschland keinen technischen Grund, nicht den ganzen Betrag einzuziehen - und diese Lösung auch nicht mal anzubieten. Man hofft einfach darauf, dass viele Kunden den Überblick verlieren, nicht überweisen und Schulden zu sehr hohen Zinsen anhäufen.

Wie vermeide ich die Schuldenfalle?

Wer immer sich eine neue Kreditkarte zulegt, sollte darauf achten, dass der Betrag monatlich komplett eingezogen wird. Auf alles andere sollten sich nur die einlassen, die den vollen Überblick und die Lust haben, sich jeden Monat aktiv um ihre Kreditkarte zu kümmern.

Sonst wird die Kreditkarte schnell teuer und ein Weg in die Verschuldung.

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Schaue auch mal in den shop und erfahre etwas über das Buchangebot!

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Was sind Frugalisten, was ist ihnen wichtig und was kann man von ihnen lernen? Captain Kohle erklärt.

Frugalisten - ziemlich hartes Sparen

Frugal heißt soviel wie "einfach" oder "sparsam". Unter dem Namen "Frugalisten" (www.frugalisten.de) hat Oliver Noelting eine Website mit Blog aufgebaut, in der er eine recht radikale Lebensweise vorstellt.

Sehr einfach leben, mit wenig zurechtkommen, regelmäßig viel sparen, richtig anlegen und dadurch finanziell unabhängig werden. Oliver macht sehr deutlich, dass ihm diese finanzielle Freiheit wichtiger ist als materieller Luxus.

Er rechnet vor, wie jung man aufhören kann, zu arbeiten, wenn man während der Berufszeit und danach so lebt.

Mir gefällt an der Seite die einfache Darstellung und die Tipps und klaren Beispiele auch aus seinem eigenen Leben.

Er nutzt recht originelle Erklärungen wie die "Cloud of Things". Mit dem Begriff erklärt er, dass man nicht alles besitzen muss, was man irgendwann mal braucht. Stattdessen kann man vieles mieten, borgen oder nur kurzfristig gebraucht kaufen - und dann nach dem Gebrauch wieder loswerden.

Und was man dann nicht selbst hat, parkt man gewissermaßen in der "Cloud of Things" - wie Daten in einem Onlinespeicher.

Das macht Frugalisten zu einer interessanten Seite, in die ich gern schaue.

Auch wenn ich finde, dass seine "frugale" Lebensweise nicht für jeden das richtige ist. Mir persönlich ist es wichtiger, an Arbeit Spaß zu haben als mein Leben auf den frühen Ruhestand auszurichten - und einige seiner Spartips gehen mir selbst auch zu weit.

Ich nehme die Seite als Anregung, Motivation und Beruhigung - wer so frugal lebt, den muss Captain Kohle nicht aus Schwierigkeiten retten.

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Im engen Sinne gilt ein Mensch als arm, wenn ihm die Mittel fehlen, die  er für die "Grundbedürfnisse nach Kleidung, Nahrung, Wohnung und Erhaltung des Lebens" (Quelle: Wikipedia) braucht.

Das alles kann man in Deutschland über Hartz IV bekommen. Und das ist auch weit mehr als nach Definition der Weltbank für Armut (tägliches Einkommen von umgerechnet 1,90 US $).

Also keiner arm und Thema erledigt? Nicht ganz.

Die meisten entwickelten Länder zählen anders. Sie vergleichen die Einkommen aller Bewohner miteinander, und wer weniger als 50% des mittleren Einkommens verdient, gilt als arm.

Das berücksichtigt also überhaupt nicht, was genau man sich davon leisten kann. Ein Mensch, der in Deutschland als arm gelten würde, würde mit dem selben Einkommen in Indien als reich gelten.

Danach ist Armut nicht eine Frage materieller Not, sondern der Verteilung von Einkommen.

Das entspricht nicht ganz dem Bild von hungernden Menschen, die man oft beim Begriff der Armut hat. Aber es berücksichtigt auch, dass Armut bedeuten kann, einsam zu werden, weil man für viele Aktivitäten nicht das nötige Geld hat - auch wenn sie nicht lebensnotwendig sind.

Alle diese Definitionen (absolute und relative Armut) schauen in erster Linie auf das laufende Einkommen der Menschen. Das halte ich für falsch - denn das Vermögen wird nicht ausreichend berücksichtigt.

In Zeiten niedriger Zinsen kann man auch mit Millionenbeträgen nur wenige hundert Euro Zinsen im Monat bekommen. Da die Armutsbegriffe nur das Zinseinkommen zählen, würde der Millionär ohne andere Einnahmen als "arm" gelten.

Und jeder mit hohes Einkommen gilt als wohlhabend - auch wenn das meiste für das Abzahlen hoher Schulden draufgeht.

Wenn man über Armut spricht, muss man also genau verstehen, in welchem Zusammenhang der Begriff steht.

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