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Die Webseite www.intelligent-investieren.net von Michael C. Kissig macht konkrete Vorschläge. Wie investiere ich "intelligent"? Captain Kohle schaut sich das näher an.

Die Website

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Nicht anderen hinterherlaufen, sondern intelligent investieren

Der Manager und Investor Michael Kissig betreibt seit mehreren Jahren die Website www.intelligent-investieren.net. Darin schreibt er Kommentare über bestimmte Aktien, erklärt Fachbegriffe aus der Welt der Aktien und führt eine Liste von Aktien bestimmter Firmen, die er für aussichtsreich hält.

Der Hintergrund

Der Name "Intelligent Investieren" ist eine Anspielung: Eines der bekanntesten Bücher über die Geldanlage in Aktien und über die Aktienanalyse ist "The Intelligent Investor" des amerikanischen Autors Benjamin Graham.

Benjamin Graham war der Hochschullehrer, bei dem Warren Buffett studierte und mit diesem Wissen über Aktienanalyse zu einem der reichsten Menschen der Welt wurde.

Dabei suchte er nicht die Aktien, von denen gerade jeder sprach, sondern die, die anhand konkreter Kennzahlen günstig bewertet waren.

"The Intelligent Investor" ist daher Kult bei vielen Anlegern - und heute noch ein lesenswertes Buch. Schlaue Idee also, seine Website so ähnlich zu benennen.

Warum sollte man sie sich ansehen?

Aktien sind eine gute langfristige Geldanlage.

Wer selbst aussuchen möchte, in welche Aktien er sein Geld anlegt, sucht ja immer nach Ideen und erfolgversprechenden Aktien.

Michael Kissig liefert solche Ideen und begründet auch, warum er welche Aktien für günstig bewertet hält. Teilweise verlinkt er auch auf ausführliche Analysen, die er zu einem früheren Zeitpunkt über Aktien geschrieben hat.

Und er führt eine Liste, welche Aktien er beobachtet - und wie sich ihre Kurse seit Beginn der Betrachtung entwickelt haben.

Nicht jeder interessiert sich für Aktien. Muss man ja auch nicht.

Und zugegeben, für jugendliche Neulinge ist das Thema schon recht schwierig und sein Schreibstil anspruchsvoll.

Aber es lohnt sich mal hereinzuschauen, ob der "Funke" überspringt.

Wie investiere ich "intelligent"?

Michael Kissig schreibt interessante Kommentare , die seine Meinungen zu bestimmten Aktien ausdrücken.

Aktien sind sein großes Thema - andere Anlageformen (die auch intelligent sein können) findet man auf seiner Seite nicht. Aber jeder setzt ja seine Schwerpunkte.

Gerade bei der Geldanlage in Aktien sollte man allerdings nicht kritiklos die Meinungen anderer übernehmen. Bevor man Aktien kauft, sollte man eigene Recherchen machen, mehr als nur eine Meinung lesen - und sich dann seine eigene bilden.

Auch dann liegt man sicher nicht immer richtig - und man erwischt sicher nicht den niedrigsten Kurs zum Kaufen oder den höchsten zum Verkaufen. Aber man lernt dazu, macht Fortschritte und rennt nicht der großen Menge hinterher.

Deswegen nehme ich www.intelligent-investieren.net immer gern als Quelle für Ideen.

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Und im Shop findest Du das aktuelle Buchangebot.

Wer sich für Finanzen interessiert, könnte sie auch zu seinem Beruf machen. Lohnt sich heute eine Banklehre? Captain Kohle erklärt...

Interesse an Finanzen?
Deshalb eine Banklehre?

Die Banklehre hat ein scharfes Auf und Ab hinter sich.

Früher mal waren Banken top beim Image und der Bezahlung - zumindest unter den kaufmännischen Berufen. Banken galten als sichere Arbeitgeber.

Es gab sogar mal eine Zeit, in der die Banklehre gern gezielt als Ergänzung zum Studium genommen wurde. Die Frage "lohnt sich eine Banklehre?" stellte sich also auch, wenn man eigentlich gar nicht dauerhaft in einer Bank arbeiten wollte.

Dann haben Bankenkrisen und der Stellenabbau dem Image und Zukunftsaussichten der Geldinstitute schwer zugesetzt.

Was lernt man da?

Die Berufsbezeichnung und -ausbildung des Bankkaufmanns (oder der -frau) ist immer noch sehr breit angelegt.

Während der Ausbildung durchläuft man - wie vor Jahrzehnten - einen Querschnitt der Abteilungen des Unternehmens. Bankschalter, Kreditabteilung, Kundenberatung - man lernt die kundenbezogenen Abteilungen und ihre Systeme und Abläufe kennen.

Teilweise auch die internen Bereiche, die für den Kunden nicht sichtbar sind.

Nach ihrer Lehre spezialisieren sich die meisten auf einen der Bereiche. Sie haben dann mehr Verantwortung, aber weniger Themenvielfalt.

Das Problem vieler Bankkaufleute

Der frühere Chef der Deutschen Bank John Cryan sagte mal:

„Wir haben in unserer Bank Menschen, die arbeiten wie Roboter.
Künftig werden wir Roboter haben, die wie Menschen arbeiten.“

Was bedeutet das?

Früher bedeutete jeder Kontakt mit einer Bank auch Kontakt mit einem Mitarbeiter. Geld abheben oder überweisen bedeutete, in die Filiale zu gehen und mit Menschen zu tun zu haben.

Diese Angestellten arbeiteten nach festen Abläufen - jeder wusste genau, was er entscheiden durfte und womit er zu seinem Chef musste. Das meinte Cryan mit dem "arbeiten wie ein Roboter".

Diese Jobs haben sich mit dem Geldautomaten und dem Telefon- und Onlinebanking stark reduziert - und das schreitet immer weiter fort. Je mehr Kunden für ihre Geschäfte keine Bankfiliale mehr brauchen, desto weniger Filialen betreiben die Banken.

Viele Bankkaufleute wechselten in andere Berufe oder in die Call-Center ihrer Banken, um dort Telefonbanking-Funktionen anzubieten. Andere spezialisierten sich auf Gebiete wie die Baufinanzierung, die vor der Automatisierung sicher schienen.

Aber auch hier werden zunehmend computerisierte Lösungen angeboten.

Viele der übriggebliebenen Jobs sind nun von der nächsten Automatisierung bedroht.

Je besser "Bots" menschliches Verhalten imitieren können, desto mehr Kunden kann man auch ganz automatisiert bedienen - teils, ohne dass sie es merken.

Das sind dann die "Roboter, die arbeiten wie Menschen".

Wie sieht der Job in einer Bank morgen aus?

Ein Mensch, der arbeitet wie ein Roboter, will man ja nicht sein. Und ein Roboter, der arbeitet wie ein Mensch, kann man nicht sein.

Erfolg haben also nicht die, die nach standardisierten Abläufen für einzelne Kunden arbeiten.

Sondern entweder die, die sich außerhalb des "Massengeschäfts" spezialisieren - oder diejenigen, die Systeme und Prozesse für alle Kunden weiterentwickeln.

Lohnt sich heute eine Banklehre?

Wenn man sie in der Erwartung macht, einen stabilen und sicheren Job zu bekommen, nein.

Auch nicht für diejenigen, die das "System Bank" kennenlernen wollen, um es dann weiterentwickeln zu können. Dafür muss man nicht zwei bis drei Jahre kreuz und quer durch die verschiedenen Bereiche einer Bank turnen.

Für sie ist es wichtiger, sich in den MINT-Fächern fit zu machen, um sich dann die Bereiche aussuchen zu können, in denen sie das Erlebnis für Kunden verbessern können.

Und viele der anderen Spezialisten, die in den Bereichen außerhalb des Massengeschäfts tätig sind, wählen den Einstieg über ein Studium.



Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Und im Shop findest Du das aktuelle Buchangebot.

Laut einer neuen Studie besitzen deutsche Privathaushalte insgesamt gut 8.900 Tonnen Gold, davon etwa 4.900 Tonnen in Barren und Münzen und 4.000 Tonnen in Schmuck verarbeitet.

Das entspricht pro Kopf einer Menge von 71 Gramm in Münzen oder Barren oder 58 Gramm an verarbeitem Schmuck.

Deutsche Privathaushalte haben mehr Goldbesitz als je zuvor. Woher kommt der große deutsche Goldhaufen? Wie groß ist er wirklich? Und was bringt das? Captain Kohle erklärt.

Wie groß ist der deutsche Goldhaufen?

Barren, Münzen oder auch zu Schmuck verarbeitet: Deutsche Privatpersonen haben über 8.900 Tonnen Gold

Laut einer neuen Studie besitzen deutsche Privathaushalte insgesamt gut 8.900 Tonnen Gold, davon etwa 4.900 Tonnen in Barren und Münzen und 4.000 Tonnen in Schmuck verarbeitet.

Das entspricht pro Kopf einer Menge von 71 Gramm in Münzen oder Barren oder 58 Gramm an verarbeitem Schmuck.

Die häufigsten Goldmünzen wiegen eine Unze, das sind ca. 28,4 Gramm - wir reden über eine Durchschnittsmenge, die pro Kopf etwa viereinhalb dieser Münzen entspricht.

Mal zum Umrechnen in Geld: eine solche Münze ist zu heutigen Kursen ca. 1.140 € wert.

Warum so viel Gold?

Wenn man befürchtet, dass Geld seinen Wert durch Inflation verliert, ist es ganz sinnvoll, sein Geld in Sachwerten anzulegen.

In vielen anderen Ländern betrachten Anleger eher Unternehmen als "Sachwerte" und investieren in Aktien, um sich vor Inflation zu schützen.

Deutsche mißtrauen Aktien eher. Wenn sie ihr Geld anlegen wollen, dann lieber in Immobilien oder in Edelmetallen. Und so kommt der große deutsche Goldhaufen zustande.

Ist Gold wirklich sicher?

Gold hat tatsächlich seinen Wert noch nie völlig verloren. Goldpreise haben sich aber durchaus auch schon mal stark abwärts bewegt. Wer im Krisenjahr 2011 sein Geld sicher in Gold anlegen wollte, musste 1.370 € pro Unze dafür bezahlen. Er hat damit aus heutiger Sicht also Verlust gemacht.

Und Sicherheit bedeutet auch die Frage, wo genau der große deutsche Goldhaufen liegt: 38% derer, die ihr Geld in Gold anlegen, lagern es bei sich zu Hause. Dabei wurde leider nicht genau gefragt, ob es dort wenigstens in einem privaten Tresor gelagert wird.

Was die einen als Unanbhängigkeit von Banken sehen, ist für andere ein erhöhtes Risiko von Einbruchdiebstahl oder Raub.

Ist Gold eine gute Geldanlage?

Gold hat zwar seinen Seltenheitswert schon seit sehr langer Zeit - im Gegensatz zu anderen Anlagen wirft es aber weder Zinsen noch Dividenden ab. Langfristig ist es weniger rentabel als ein gemischtes Aktiendepot.

Einen Vorteil hat es allerdings: In Krisenzeiten, wenn Aktienkurse eher fallen, ist Gold sehr gefragt, so dass Goldpreise gerade dann eher steigen.

Aus diesem Grund legen viele Anleger nur einen kleinen Teil ihres Geldes in Gold an: es kann in schlechten Zeiten die Verluste bei Aktien etwas ausgleichen.

Nur wenige stecken einen großen Teil ihres Vermögens in Gold. Der große deutsche Goldhaufen teilt sich also in viele kleine.


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Wenig oder auch nichts zu besitzen - das kann man sich vorstellen. Mit negativen Werten ist es schwieriger. Kann man weniger als nichts haben? Captain Kohle erklärt.

Weniger als nichts haben - geht das?

Unter Besitz oder Vermögen stellt man sich oft konkrete Gegenstände vor: Häuser, Autos, Boote - und alles herunter bis zu Smartphones, Klamotten und Spielzeug. Davon kann man nur nichts, viel oder wenig haben - negativ geht nicht.

Eigentum und Besitz

Nicht alles, was Leute täglich benutzen, gehört ihnen aber wirklich. Wohnungen sind meist gemietet - und viele neue Autos gehören gar nicht wirklich den Leuten, die sie benutzen - sie sind nur geleast.

Leasing ist eine Art lang laufender Miete, für die sie jeden Monat bezahlen müssen und bei deren Ablauf sie das Auto zurückgeben müssen.

Rechtlich gehört das Auto die ganze Zeit nicht dem Benutzer, sondern der Leasingfirma. Der Besitzer (=Nutzer) ist also gar nicht der Eigentümer (=die Leasingfirma).

Vermögen und Schulden

Nur wenige können sich den Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung einfach so leisten. Sie nehmen einen Kredit auf, den sie oft über mehrere Jahrzehnte abzahlen. Das kann sich lohnen, weil sie in dieser Zeit ja auch keine Miete bezahlen müssen - und weil Immobilienpreise nicht immer, aber oft steigen können.

Aber es gibt auch viele andere Dinge, für die Leute Kredit aufnehmen: gekaufte Autos oder Einrichtungsgegenstände zum Beispiel. Oft steht auch einfach das Konto im Minus, weil die Ausgaben höher waren als das Einkommen.

Diese Schulden muss man beim Vermögen natürlich berücksichtigen - und vom Gesamtwert der Sachwerte abziehen. Und dann sieht das Bild oft ganz anders aus.

Kann man weniger als nichts haben?

Wenn man den Absatz "Vermögen und Schulden" verstanden hat, wird es deutlich: Klar, wenn die Schulden höher sind als der Wert der Vermögensgegenstände, bleibt ein negativer Restwert übrig.

Rechnerisch gesehen hat man dann insgesamt weniger als nichts.

Wenn dann auch das laufende Einkommen fehlt, aus dem man seine fälligen Rechnungen doch noch bezahlen kann, gilt man als überschuldet.

Kommt das oft vor?

Leider ja: In Deutschland ist etwa jeder zehnte Erwachsene überschuldet. Das ist einer der Gründe, warum es Captain Kohle gibt und er das Thema auch schon bei Jugendlichen anspricht.

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Ein völlig unrealistisches Thema? Leider nein - Supersportwagen faszinieren vor allem männliche Jugendliche so, dass es auf Ratgeberseiten wie gutefrage.net schon geradezu ein Klassiker ist: wieviel muss man verdienen, um sich einen Lamborghini leisten zu können? Kann ich mir einen Lamborghini leisten?

Kein klassisches Thema für einen Jugend-Finanzblog - Captain Kohle erklärt trotzdem.

Was kostet ein Lamborghini?

Kann ich mir so einen leisten? Ganz schnell??

Die Kaufpreise reichen von knapp 90.000 € für gebrauchte "einfache" Modelle bis zu über einer Million € für Sondermodelle als Neuwagen.

Nehmen wir mal als einfachste Variante einen guterhaltenes "einfaches Modell" für um die 100.000 €.

Wenn man ein solches Fahrzeug nicht nur einmal kaufen, sondern nach ein paar Jahren wieder durch ein Vergleichbares ersetzen will, muss man also einen jährlichen Wertverlust von mindestens 15.000 - 20.000 € einrechnen.

Für die reinen Betriebskosten lohnt mal ein Blick in www.autokostencheck.de - dort findet man Durchschnittswerte für monatliche laufende Betriebskosten (also ohne Wertverlust und ohne Zinsen für Kredite). Die wirft für ein solches Fahrzeug ca. 800 € durchschnittliche Kosten aus.

Würde also ca. 1.500 € Wertverlust plus 800 € reine Betriebskosten ausmachen - also 2.300 €? Harmlos, oder?

Nicht ganz. Erstens sind die 800 € ein ziemlich theoretischer Durchschnittswert. Den erreicht man nur mit sehr braver Fahrweise.

Aber wer so ein Auto fährt, will auch mal auf den Nürburgring, oder?

Bitte sehr: der Eintritt pro Runde Nürburgring 25 €-30 €. Unter Rennbedingungen steigt der Benzinverbrauch auf gigantische Werte an. Und ein Satz Reifen kostet ca. 2.000 € - und hält bei sportlichen Fahrten nicht lange. Auch Bremsen und andere Teile halten dann kurz und müssen oft gewechselt werden.

Wer es mit diesem Hobby ernst meint, kommt schnell auf jährliche Kosten von 40.000 € oder deutlich mehr für das Hobby Lamborghini - ohne, dass es sich hierbei um eines der stärksten Modelle handeln muss.

Ist das alles?

Tja - was willst Du vom Leben? Lamborghini fahren, aber unter der Laterne parken, ein Leben lang bei Mutti wohnen, nie Urlaub machen und von Dosenravioli leben? Passt nicht zusammen, oder?

Ein Lamborghini ist ein eher unpraktisches Auto und wird von den meisten Eigentümern als eines von mindestens drei Fahrzeugen gefahren. Er steht meist in einer privaten Mehrfachgarage, die zu einem passend großen Haus gehört - und ist Teil eines insgesamt recht teuren Lebensstils.

Dazu gehören neben Haus und mehreren aufwendigen Autos recht teure Kleidung, schicke Urlaubsreisen, sonstige teure Hobbies - es kommt einiges zusammen.

Das kann schnell auf Gesamtkosten von mehreren hunderttausend Euro pro Jahr kommen.

Und wieviel muss man verdienen?

Wer im Jahr für einen eher luxuriösen Lebensstil um die 300.000 € verbraucht, muss dieses Geld ja netto verdienen (Steuern etc. müssen also schon abgezogen sein - hier eine Erklärung zu brutto und netto). Das schafft man nur mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von ca. 500.000 € oder mehr, also über 40.000 € monatlich.

Gibt es das überhaupt?

Schon - wenn auch nicht sehr oft. Spitzenmanager, erfolgreiche Unternehmer, Spitzensportler, aber auch ein kleiner Teil besonders gut verdienender Ärzte oder anderer Selbständiger können solche Einkommen verdienen.

Verdienen denn alle soviel, die so ein Auto fahren?

Einige schon.

Andere gehören wohl wirklich zu der "Dosenravioli-Truppe", die fast alles ins Auto stecken, was sie haben. Für sie ist das Auto der Lebensinhalt.

Und es gibt Leute, die ein solches Auto fahren, ohne es sich leisten zu können. Die fahren es dann aber meist nicht sehr lange...

Man sollte sich die Frage: "Kann ich mir einen Lamborghini leisten?" also vorher stellen und mal ehrlich nachrechnen.

Noch viel besser: einfach mal überlegen, ob man wirklich sein Leben und seinen Job um ein Auto herum planen will.

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Beratung zu Finanzen in den USA - Captain Kohle stellt die Dave Ramsey-Show vor. Was an der Finanzberatung auf amerikanisch besonders ist - und auch für uns interessant sein kann.

Sparen - eine der zentralen Botschaften von Dave Ramsey

Wie funktioniert die Beratung zu persönlichen Finanzen in den USA? Anders als in Deutschland! Eines der bekanntesten amerikanischen Showtalente mit Spezialisierung auf Fragen zu Finanzen ist Dave Ramsey. Seine "Dave Ramsey Show" ist einer der meistbesuchten Kanäle zu dem Thema auf Youtube.

Wie funktioniert die Dave Ramsey Show?

Dave Ramsey ist ein knapp 60 Jahre alter Texaner. Er sitzt in einem kleinen Studio und nimmt Anrufe entgegen, die sein Team vorher aussucht und mit kurzen Einblendungen vorstellt.

Die Anrufer schildern ihr Problem und stellen dann ihre Fragen, die sich oft, aber nicht immer um Schulden und finanzielle Probleme drehen. Und Dave antwortet.

Manchmal kommentiert er zwischen den Telefonaten aktuelle Nachrichten rund um das Thema Geld. Soweit ziemlich normal.

Was ist besonders an seiner Sendung?

Dave Ramsey kann sehr direkt werden, wenn seine Gesprächspartner ihm widersprechen oder unbequemen Wahrheiten nicht hören wollen. Das ist nicht immer fair - aber sehr eindringlich.

Dabei ist er ein origineller Typ, der auch über seine eigenen früheren Fehler und Dummheiten spricht.

Und er hat Erfolg mit dem, was er tut: Sein Kanal findet enorme Verbreitung, er hat mehrere Bücher über Finanzen veröffentlicht und eine Finanzakademie gegründet.

Was lernt man von ihm?

Er hat einige Kernbotschaften, die immer wieder auftauchen:

  • Kredite für Konsumgüter sind eine schlechte Idee
  • Kreditkarten verführen zu erhöhten Ausgaben, sind also auch schlecht
  • Schulden sollten schnellstmöglich durch radikalen Verzicht auf alles Unnötige abgebaut werden ("It's only rice and beans for dinner!")
  • Jeder Luxus, der nicht locker aus dem Einkommen bezahlt werden kann, muss weg

Und es schadet auch nicht den Englischkenntnissen, ihm zuzuhören.

Sein amerikanischer Dialekt ist verständlich - der seiner Anrufer leider nicht immer. Allerdings denke ich, dass man der Sendung nach vier oder fünf Jahren Englisch ganz gut folgen kann.

Was funktioniert nicht so ganz?

Einige Dinge sind in den USA anders als in Deutschland. Also passt auch die Finanzberatung auf Amerikanisch nicht in allen Punkten hierher:

  • Einige Fragen beziehen sich auf rechtliche Dinge - die sind oft sogar in verschiedenen Bundesstaaten unterschiedlich geregelt - da kann man einfach nur weiterspringen.
  • Studienkredite funktionieren völlig anders als das deutsche BAföG
  • In den USA sind Kreditkartenschulden häufiger und oft höher als in Deutschland, weil Kreditkarten dort etwas anders funktionieren.
  • Dort kommt es noch etwas stärker auf eigenes Sparen an, weil die Altersversorgung anders funktioniert.
  • Er verweist Leute mit Schulden oft zur Beratung an ihre Kirchengemeinden. Das ist auch sehr amerikanisch. Es gibt in Deutschland auch kirchliche Schuldnerberatungen (z.B. von der Caritas) - aber eben auch viele andere Anlaufstellen.
  • Und er bewirbt als guter Geschäftsmann massiv seine eigenen Bücher und Kurse. Es ist also eine Art Dauerwerbesendung.

Warum ich es gern sehe

  • Ich schaue gern, wie Dinge in anderen Ländern funktionieren.
  • Vieles, was es in den USA gibt, kommt irgendwann auch nach Deutschland. Dazu gehören die besonders gefährliche Sorte Kreditkarten, vor denen er warnt (ich auch). Sie sind noch in der Minderheit, breiten sich aber gefährlich aus.
  • Und viele seiner Kernbotschaften kann man einfach nicht oft genug hören!

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Gewinner beim Planspiel ist, wer am Ende der Zeit die höchste Summe aus Wertpapieren und Cash hat. Verlieren kann man dagegen außer etwas "Spielgeld" nichts. Im richtigen Leben aber sind die möglichen Verluste aber echt.

Was bringen Börsenplanspiele: welchen Sinn und welche Grenzen haben sie?


"Vorne liegen" ist für viele Hauptsache.

In vielen Schulen finden sie alljährlich statt: Börsenplanspiele.

Teams von Schülern erhalten einen virtuellen Geldbetrag, den sie für einen gewissen Zeitraum durch Kauf und Verkauf von Aktien mehren sollen. Wer am Ende dieser Zeit "vorne" liegt, gewinnt.

Was lernt man dabei?

Börsenplanspiele sind "learning by doing":

Man lernt die Auswahl geeigneter Aktien, oft auch recht lebensechte Eingaben von Aufträgen in Onlineformulare - mit den entsprechenden Limits. Und zwar, indem man sie macht.

Viele beschäftigen sich dabei auch das erste Mal mit Informationsquellen zu Finanzen: Apps und Artikel, in denen über Aktien diskutiert wird und in denen man sich Meinungen anschaut.

Man erlebt die Spannung, die Folgen der eigenen Entscheidung zu sehen - und dann weitere Entscheidungen treffen zu müssen: Bleibe ich in dieser Aktie - oder verkaufe ich?

Meist nehmen Schüler nicht einzeln teil, sondern als Teams. Das hat den Vorteil, dass man weniger "aus dem Bauch" entscheidet, sondern diskutiert:

Warum finde ich, dass wir diese Aktie kaufen, verkaufen oder behalten sollten? Wie können wir von Trend A oder B am besten profitieren? Wie wollen wir die Anlage auf verschiedene Werte aufteilen - und wo Schwerpunkte setzen?

Auch das Einigen auf eine gemeinsame Linie ist ein Erfolg.

Was dazugehört

Um einigermaßen erfolgreich teilnehmen zu können, sollte man bereits vorher grundsätzlich etwas über Aktienauswahl und -analyse gelernt haben.

Einige Schüler holen sich das in ihrer Freizeit vorher außerhalb der Schule. Andere lernen es schnell, wenn sie in einem Planspiel "ins kalte Wasser" geworfen werden und sich dann damit beschäftigen.

Viele brauchen aber auch vorher eine Einführung zu dem Thema - damit das Planpiel nicht für viele zum frustrierenden blinden Tippen wird.

Deutschland ist immer noch ein Land, in dem nur sehr wenige Menschen ihr Geld in Aktien anlegen - und wenige Eltern ihre Kinder darauf vorbereiten.

Deshalb sollten Börsenplanspiele nicht ohne Vorbereitung im Unterricht stattfinden.

Und Planspiele sollten auch unter realistischen Bedingungen laufen:

Bei Käufen und Verkäufen sollten marktübliche Kosten berechnet werden. "Hin und Her macht Taschen leer" heißt es ja. Auch wenn Onlinebanking Börsengeschäfte billiger macht - Kosten verursachen sie schon.

Was sie oft nicht bringen

Gewinner beim Planspiel ist, wer am Ende der Zeit die höchste Summe aus Wertpapieren und Cash hat. Verlieren kann man dagegen nichts.

Wenn man bei einer großen Teilnehmerzahl auf einen der ersten Plätze will, fährt man also mit hohem Risiko am besten. Man sucht sich Aktien mit hohen Kursschwankungen aus. Und man hält die Zahl der Aktien gering, um möglichst weit weg vom Feld der Teilnehmer zu kommen.

Dann spielt allerdings reines Glück eine große Rolle.

So sollte man echtes Geld im richtigen Leben aber nicht anlegen. Dort sind die möglichen Verluste ja echt. Und da spielen auch Sicherheitsgedanken eine Rolle, die einem beim Planspiel nur im Wege wären.

Und man lernt auch nicht die Geduld, die manche eher langfristigen Anlagen brauchen, bis sie aufgehen.

Also alles Quatsch?

Absolut nicht.

Man sollte sich klar sein, dass "vorne liegen" zwar ein schöner Erfolg ist, dass die erfolgreiche langfristige Geldanlage in Aktien für die meisten aber völlig anders funktioniert.

Dazu gern mehr in einem weiteren Beitrag...

Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Und im Shop findest Du das aktuelle Buchangebot.

Für viele Werte gibt es unterschiedliche Messmethoden oder Angaben: Einige zählen dabei bestimmte Werte mit (brutto), andere dagegen nicht (netto). Captain Kohle zeigt das an einigen Beispielen.

Was bedeuten brutto und netto? Was sind die Unterschiede? Und wie merke ich mir das am besten? Und wie wirkt sich das aus? Captain Kohle erklärt.

Kurz bevor Angela Merkel Kanzlerin wurde, hatte ihr Vorgänger Gerhard Schröder gut lachen: Seine politische Gegnerin Frau Merkel hatte sich in einer Rede vertan und Brutto und Netto durcheinandergebracht. Darüber machte er sich ausgiebig lustig.

Worum geht es dabei eigentlich?

Was bedeuten brutto und netto?

Ganz einfach: für verschiedene Werte gibt es unterschiedliche Meßmethoden oder Angaben: Manchmal werden bei vergleichbaren Dingen einige Bestandteile mitgezählt, manchmal aber auch nicht.

Als Brutto bezeichnet man dann den höheren Wert, in dem "alles" mitgezählt wird, als Netto den kleineren Wert.

Und wie merkt man sich das am besten? Ganz einfach:

"Brutto" ist meist der größere Wert - hat ja auch einen Buchstaben mehr als "Netto".

Brutto- und Nettopreise

In Deutschland müssen Unternehmen die Preise für Endverbraucher immer einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer angeben:

Man zahlt an der Kasse genau den genannten Preis, weil er die Mehrwertsteuer schon enthält. (In den USA ist das anders: da steht der Nettopreis in der Werbung und auf dem Produkt - an der Kasse muss man aber zusätzlich die "Sales Tax" zahlen).

Firmen untereinander tun das nicht - sie vereinbaren miteinander die Nettopreise - also die Preise ohne die Mehrwertsteuer. Sie wissen dann selbst, dass sie die Mehrwertsteuer dazurechnen müssen.

Die Preise ohne Mehrwertsteuer versteht man also als Nettopreise, die einschließlich der Mehrwertsteuer als Bruttopreise.

Brutto- und Nettolöhne und -gehälter

Wenn sich eine Firma und ein Arbeitnehmer auf ein Gehalt einigen, ist das in aller Regel das Bruttogehalt.

Was man brutto verdient und was man ausgeben kann, sind völlig unterschiedliche Dinge
Bildquelle: Image by analogicus on Pixabay

Leider bekommt der Arbeitnehmer nicht annähernd diesen Betrag ausgezahlt:

Das Unternehmen erstellt eine Gehaltsabrechnung.

Darin berechnet es genau, wie viel von diesem Gehalt für Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung und für die Lohnsteuer abgeht. Es überweist nur den Rest an den Arbeitnehmer.

Dieser Rest ist das sogenannte Nettogehalt. Die Höhe der Abzüge hängt von vielen Faktoren ab (Einkommenshöhe, Wahl der Krankenversicherung, Familienstand und Zahl der Kinder).

Und so fallen diese Abzüge auch sehr unterschiedlich aus und können bis zur Hälfte ausmachen. Man kann sich das im Internet auf sogenannten "Brutto-Netto-Rechnern" mal mit verschiedenen Varianten durchrechnen.

Brutto- und Nettokapitalerträge

Hier unterscheidet man oft zwischen Brutto- und Nettorenditen (Rendite = jährlicher Ertrag geteilt durch das eingesetzte Geld).

Hier besteht die Differenz von Brutto und Netto in anfallenden Kosten (Verwaltungsgebühren etc.) und Steuern, die auf diese Erträge anfallen können.

Brutto- und Nettomieten

Auch Mieten für Wohnungen und Häuser unterscheidet man zwischen Brutto und Netto:

Netto ist die reine Zahlung, die der Vermieter für die Bereitstellung des Hauses oder der Wohnung bekommt.

Der Mieter muss jedoch zusätzlich Geld für Wasser, Treppenhausreinigung, Hausverwaltung, Müllentsorgung und andere Betriebskosten bezahlen... was sich dann zur Bruttomiete addiert.

Hier wird es ein bisschen kompliziert:

Oft streiten sich Vermieter und Mieter darüber, was ein Vermieter dem Mieter an Kosten berechnen darf.

Manchmal gibt es auch Dinge wie eine "Bruttokaltmiete", die zwar fast alle möglichen anderen Positionen enthält - nicht aber die Heizungskosten.

Brutto- und Nettomaße

Bei Volumen und Flächen unterscheidet man oft zwischen den äußeren Abmessungen und den Innenmaßen (z.B. ohne Innenwände), bei Fahrzeugen zwischen dem Gesamtgewicht und dem, was sie unbeladen wiegen...

Das Prinzip ist das Gleiche.

Die Auswirkungen

Diese Liste ist nicht vollständig - sie erläutert das Prinzip aber ganz gut. Wichtig ist, bei Zahlenangaben immer auch zu verstehen, wie diese Werte gemeint sind.

Sonst passen eventuell Möbel nicht in Wohnungen oder Lasten nicht in Fahrzeuge.

Bei Finanzen kann es richtig unangenehm werden:

Bei einem Monatsgehalt von 3.000 € klingen 1.000 € Monatsmiete ja leicht machbar: auf den ersten Blick sieht das nach 2.000 € Rest zum Leben aus.

Wenn man das Prinzip von Brutto und Netto verstanden hat und die richtigen Fragen stellt, merkt man aber schnell:

  • Von 3.000 € Bruttogehalt werden nach den Abzügen etwa 2.000 € netto ausgezahlt.
  • Zur Nettomiete von 1.000 € kommen oft noch 300 € an Betriebskosten und Heizung hinzu.

... und schon bleiben nicht mehr 2.000 €, sondern nur noch 700 € für den sonstigen Lebensunterhalt übrig.

Alles klar?

Das würde mich überraschen!

Das Grundprinzip von Brutto und Netto ist ja leicht zu verstehen - in vielen Fällen muss man aber wirklich genau klären, was die Unterschiede zwischen Brutto und Netto ausmacht:

Welche Positionen genau liegen zwischen Brutto und Netto? Enthält in diesem konkreten Fall das "Brutto" wirklich alles? Muss man nicht auch noch vom "Netto" doch noch irgendetwas abziehen?

Es ist absolut keine Schande, das zu fragen!

Mache ich auch gerne! Und gerade die, die mit den Brutto- und Nettobegriffen am sichersten herumwerfen, müssen dann oft selbst nachfragen gehen.

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Ein High-End smartphone von den zwei führenden "Premium-Marken" kann leicht über 1.000 € kosten. Schön, wenn man das auch gratis kriegen kann - oder?

Heißt Gratis-Handy wirklich gratis? Captain Kohle erklärt, was oft dahinter steckt.

Handy... wichtig, aber selten geschenkt...

Ein High-End smartphone von den zwei führenden "Premium-Marken" kann leicht über 1.000 € kosten. Schön, wenn man das auch gratis kriegen kann - oder?

Das Angebot

Die Firma mit dem blauen Logo und den vielen großen Fußnoten in der Werbung bietet an: Ein "gratis" Samsung 10+ ... bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags.

Mal durchgerechnet:

Der mit dem Handy verbundene Vertrag bietet mit mit 12 GB Datenvolumen und einer Flat in alle deutschen Netze zwar schon einiges... aber er kostet auch: gerundet 60 € monatlich im ersten Jahr und 80 € im zweiten Jahr.

Unter den Tarifdetails wird vorgerechnet: 240 € Ersparnis durch die reduzierten Monatsgebühren im ersten Jahr... Sieht ja fast so aus, als bekäme man noch was raus...

Toll - oder??

Aber rechnet man die Kosten auf die Laufzeit durch, kommt man über die zwei Jahre auf insgesamt 1.680 €.

Die Gegenrechnung

Das gleiche Handy kann man ab ca. 1.000 € ohne Vertrag kaufen - ein vergleichbarer Mobilfunkvertrag kostet im ersten Jahr gerundet 20 € monatlich, ab dem 2. Jahr 30 € monatlich - macht dann zusammen 600 € für zwei Jahre Daten und telefonieren.

Macht zusammen 1.600 €, also allein in den ersten zwei Jahren schon mal 80 € weniger.

Heißt für diese Zahlen:

So sieht's aus: das Gratis-Smartphone ist ein Einhorn. Nett, aber nicht echt...

Ist nicht wirklich so toll - schon in diesen zwei Jahren zahlt man für das "gratis"-Handy mehr als bei einem Kauf und einem getrennten Vertragsabschluss.

"Gratis" sieht so aus, als mache man ein besonders günstiges Geschäft. Das stimmt hier schon mal nicht.

Und sonst so?

Noch schlechter sieht das Geschäft nach Ablauf der 2 Jahre aus - der Vertrag kostet dann ja immer noch gerundete 80 € im Monat. Wer das Handy selbst kauft, hat dann aber auch weiterhin den billigen "nackten" Vertrag für 30 € zu zahlen.

Das tolle "Gratis-Angebot" verlockt einen also dazu, gleich nach 2 Jahren den nächsten ähnlichen Vertrag abzuschließen - während man das gekaufte Gerät noch eine weile länger nutzen kann, bis es wirklich nicht mehr gut funktioniert.

Und es versteckt die Tatsachen

  • dass man sich hier ein teures Gerät und einen recht aufwendigen Mobilfunkvertrag zulegt und bezahlt.
  • dass man sich zu hohen Zahlungen in der Zukunft verpflichtet, also Schulden macht
  • ... und dass genau solche Handyverträge gerade bei jungen Erwachsenen der Anfang der Überschuldung sind.

Und was ist die Empfehlung?

  1. Auch wenn es nervig ist: das Meer von Kleingedrucktem lesen... und mal durchrechnen.
  2. Scharf nachdenken und vergleichen: Was ginge sonst?

Was ginge denn sonst?

Wenn's ein smartphone sein soll:

Erst mal schauen, worauf es einem technisch ankommt und dann Modelle und auch mal Preise vergleichen. Einstiegsmodelle kann man schon für deutlich unter 200 € kaufen.

Für unter 300 € gibt es auch schon Geräte, die in Vergleichsportalen richtig gute Bewertungen bekommen.

Wenn man kein ausgesprochener Vieltelefonierer ist, mit 300 Minuten Gesprächszeit im Monat auskommt und meist im WLAN surft, kann man mit Tarifen um die 10 € monatlich auskommen.

Das macht dann auf 24 Monate gesehen eine Gesamtausgabe von unter 600 Euro. Auch ein ziemlicher Haufen Geld - aber eben nicht fast das Dreifache, und man kann das Gerät auch nach den zwei Jahren noch nutzen.

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Captain Kohle erklärt einfach Aktien und Aktienbörsen

Captain Kohle erklärt Aktien: was sind, sie wozu gibt es sie und wie funktionieren sie als Geldanlage?

Bulle und Bär - Symbole für die Aufs und Abs am Aktienmarkt

In fast jeder Jahrgangsstufe gibt es Leute, die sich für Aktien interessieren - die meisten allerdings eher kaum. Viele verbinden Aktien mit hohem Risiko - und einige Eltern murmeln nur "Neuer Markt" oder "Telekom-Aktie" und klinken sich bei dem Thema aus.

Dieser Artikel gibt mal einen kurzen Überblick darüber.

Was sind Aktien?

Aktien sind kleine Beteiligungen an Unternehmen, die man an Börsen handeln kann. Wer eine Aktie an einem Unternehmen kauft, leiht der Firma kein Geld, sondern wird ein Miteigentümer des Unternehmens.

Warum gibt es Aktien?

Die meisten kleineren Firmen gehören einer einzelnen Person oder einer kleinen Anzahl von Personen. Diese Eigentümer sind oft fest mit ihrer Firma verbunden und arbeiten in ihr. Also wird eine solche Firma nur selten verkauft - und wenn, dann gleich als Ganzes.

Viele Firmen wachsen allerdings so stark, dass sie ihre Erweiterungen nicht allein mit dem Gewinn bezahlen können, den sie machen. Sie müssen dann entweder viel Geld borgen - oder neue Miteigentümer ins Unternehmen holen, die das Geld für dieses Wachstum mitbringen.

Und das sind eben nicht immer Personen, die selbst im Unternehmen mitarbeiten möchten. Oft sind es andere Unternehmen oder Privatleute, die nur eine gute Geldanlage suchen und sich nicht lange ans Unternehmen binden wollen.

Deshalb wechseln Unternehmen in dieser Phase oft die Rechtsform, werden zur Aktiengesellschaft, so dass jeder der bisherigen Teilhaber eine bestimmte Anzahl Aktien bekommt.

Auch Dritte, die mit diesem Unternehmen sonst nichts zu tun haben, können die Anteile an diesem Unternehmen kaufen - die Märkte für diese Aktien heißen Börsen (oder genauer gesagt, Wertpapierbörsen).

Und was hat man davon, Aktien zu kaufen?

Während man Geld verleiht, um Zinsen zu bekommen, kauft man Aktien, um am Gewinn eines Unternehmens teilzuhaben.

Ein gut geführtes Unternehmen erwirtschaftet Gewinne, die mit der Zeit steigen sollten - einen Teil dieser Gewinne zahlt es an seine Aktionäre aus (diese Auszahlung nennt man Dividende), den Rest investiert das Unternehmen in die spätere Steigerung seiner Gewinne.

Und wenn ein Unternehmen seine Gewinne mit der Zeit steigern kann, steigt auch der Wert der Aktien selbst - man kann sie also später mit Gewinn wieder verkaufen.

Und was ist, wenn das Unternehmen keinen Gewinn macht?

Das kann auch vorkommen. Die Gewinne von Unternehmen können zurückgehen, völlig ausbleiben oder das Unternehmen kann Verluste erwirtschaften.

In diesen Fällen sind Aktien dann weniger interessant für Investoren - und ihre Kurs fällt dann meistens. Das kann so weit gehen, dass das Unternehmen pleite geht (hier erklärt). Die Aktien sind dann fast oder völlig wertlos.

Ist eine Aktie also eine sehr riskante Geldanlage?

Anders als bei einem Konto hat man keinen Anspruch auf einen bestimmten Geldbetrag. Man kauft einen Firmenanteil, der im Wert sehr stark steigen oder sinken kann. Das ist ein großes Risiko.

Man kann allerdings einiges tun, um das Risiko zu begrenzen:

  • Aktien von ausgewählten, gleichmäßig wachsenden Firmen kaufen
  • Das Risiko streuen, indem man Aktien von mehreren verschiedenen Firmen kauft
  • Nicht selbst Aktien kaufen, sondern Anteile an Fonds, die dann viele veschiedene Aktien zusammenstellen.

Und was macht die Börse?

An dieser Börse treffen die Kauf- und Verkaufsaufträge (Orders genannt) von Interessenten und verkaufswilligen Eigentümern zusammen. Beide können genau angeben, bis zu welchem Preis sie bereit sind zu kaufen - bzw. ab welchem Preis sie verkaufen wollen.

Wenn sich Kauf- und Verkaufsorders für eine bestimmte Aktie zum gleichen Preis treffen, wird der Verkauf ausgeführt - der Käufer erhält seine Aktien, der Verkäufer sein Geld. Diese Übertragungen laufen vollautomatisch über die Börse und die Banken.

Für die Vermittlung dieser Geschäfte bekommt die Börse einen kleinen Anteil des umgesetzten Geldes als Provision.

Die Börse veröffentlicht auch die Informationen über die Kurse, die die verschiedenen Aktien erreicht haben - für diese Daten erhält sie Geld von den Medien, die sie veröffentlichen.

In Deutschland werden die Wertpapierbörsen von der Deutschen Börse AG betrieben. Das ist ein so großes Unternehmen, dass das Unternehmen selbst eine AG ist und zu den wertvollsten Firmen Deutschlands gehört.

Ein weiteres Produkt der Deutschen Börse ist die Zusammenstellung von Aktienindizes wie dem DAX.

Was ist ein Börsenindex?

Im Mittelpunkt des Finanzteils einer Zeitung:
Dax, Dow und andere Börsenindizes

Die einzelnen Aktien entwickeln sich ja täglich sehr unterschiedlich. Um diese einzelnen Bewegungen in einen Zusammenhang zu stellen, stellen Börsen eine Art Warenkorb verschiedener Aktien zusammen.

An den Veränderungen der Indizes erkennt man, ob die Börse insgesamt einen guten oder schlechten Tag hat.

Der bekannteste und wichtigste Aktienindex in Deutschland ist der Deutsche Aktienindex, auch DAX abgekürzt. Er wird von der Deutsche Börse AG erfasst und veröffentlicht; man kann den aktuellen Stand des DAX ständig während der Öffnungszeit der Börse abrufen.

Der DAX umfasst 30 der größten und wertvollsten Unternehmen Deutschlands.

Lohnen sich Aktien überhaupt?

Ob der Wert einer bestimmten Aktie steigt oder fällt, ist nicht sicher vorherzusagen. In den letzten Jahrzehnten hat es immer wieder Kursrückgänge gegeben.

Wenn man sich das allerdings langfristig anschaut, hat sich der Durchschnitt der Aktien sehr positiv entwickelt. Der DAX, der im Jahr 1988 mit dem Stand von 1.000 Punkten gestartet wurde, steht jetzt bei über 12.000 Punkten - also eine Verzwölffachung des Anfangswertes in etwas über 30 Jahren.

Das ist deutlich mehr, als man in dieser Zeit an Zinsen auf Konten bekommen hätte.

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