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Niedrige Zinsen klingen ja noch irgendwie normal: Aber: Wie können Zinsen eigentlich negativ sein?

Niedrige Zinsen klingen ja noch irgendwie normal. Aber: Wie können Zinsen eigentlich negativ sein? Captain Kohle erklärt.

Wozu sind Zinsen da?

Niedrige Zinsen - oft das Hauptargument in der Werbung

Zinsen sind der Preis dafür, jemand anderen sein Geld für einen bestimmten Zeitraum nutzen zu lassen. Sie entschädigen den Verleiher dafür, es in der Zeit nicht selbst nutzen (und damit Geld verdienen zu können) , dafür, dass das Geld wegen Inflation meist weniger wert ist als vorher - und für das Risiko, dass er sein Geld am Ende nicht zurückbekommt.

Ob das gerecht ist? Darüber kann man diskutieren...

Wie kommen Zinsen zustande?

Wenn man mal "Zinsen" im Internet oder anderen Medien sucht, findet man alle möglichen Zinssätze: von über 15% bis hin zu "Negativzinsen". Ist die Höhe des Zinses also reiner Zufall?

Nein - der Zins wird ja meist von einer Seite gefordert und von der anderen bezahlt. Es einigen sich also immer zwei Seiten auf einen Zinssatz. Und warum entscheiden sich die Werte so stark voneinander?

  1. Je höher das Risiko, dass ein Kunde nicht bezahlt, desto mehr wird der Verleiher verlangen, um das auszugleichen.
  2. Wenn der Zinssatz für einen besonders langen Zeitraum gelten soll, ist er meist höher als für kurze Zeiträume.
  3. Und je mehr der Verleiher mit anderen Geldanlagen verdienen könnte, desto höhere Zinsen wird er auch für einen Kredit verlangen.

Diese drei Größen - Risiko, Laufzeit und andere mögliche Erträge - erklären die große Bandbreite.

Und das sogenannte "Zinsniveau"?

Warum zur gleichen Zeit verschiedene Zinsen verlangt werden können, ist also klar. Und warum steigen und fallen Zinsen mit der Zeit?

Eine zentrale Rolle beim allgemeinen Zinsniveau spielt die Zentralbank. Der Name sagt einiges: sie ist die Organisation, die Geld drucken lässt und die Zinsen festlegt, zu denen die anderen Banken bei ihr Geld anlegen und leihen können.

Damit beeinflusst sie dann die Zinssätze, die diese Banken mit ihren Kunden vereinbaren.

Ist das wichtig?

Für das Wirtschaftsleben sehr:

Niedrige Zinsen bedeuten, dass Unternehmen weniger Geld für Kredite bezahlen müssen. Sie können sich also mehr Geld für Investitionen leihen - sinkende Zinsen bedeuten also meist, dass Unternehmensgewinne steigen und die Wirtschaft schneller wächst.

Sie bedeuten allerdings auch, dass Sparen sich weniger lohnt und dass die steigenden Investitionen oft für steigende Preise sorgen.

Hohe Zinsen dagegen freuen den Sparer - er bekommt für seine Geldanlage ja mehr.

Steigende oder fallende Zinsen haben also starke Auswirkungen - und beide haben jeweils ihre Befürworter und Gegner.

Wie können Zinsen eigentlich negativ sein?

Deutschland hat ja als Währung den Euro - damit ist für Deutschland die Europäische Zentralbank (auch als EZB bekannt) zuständig.

Damit muss sie die Zinsen so steuern, dass die Inflation (also der Preisanstieg) nicht zu hoch wird, die Unternehmen sich aber Kredite leisten können. Dabei kamen lange auch recht "normale" Zinssätze heraus.

Im Jahr 2011 kam es zu einer Krise: mehrere europäische Staaten (Griechenland, Portugal, Irland, aber auch andere) konnten ihre Kredite nicht mehr bezahlen.

Das war eine gefährliche Situation: wenn sein Staat nicht mehr zahlen kann, fehlt dieses Geld denjenigen, denen er das Geld schuldet. Das kann große Firmenpleiten und Massenarmut auslösen.

Also senkte die EZB die Zinsen, um die Wirtschaft zu beleben - und auch, um die Zinslast für diese Staaten zu senken. Das tat sie in mehreren Schritten - bis sie tatsächlich bei Werten knapp unter Null ankam.

Geht das überhaupt?

Eine gute Frage. Warum sollte ein Anleger seiner Bank für Minuszinsen Geld leihen? Dann wäre er ja besser dran, wenn er es im Sparschwein behält! Und selbst das halten viele schon für Unsinn.

Tatsächlich: Private Sparer sehen das nicht ein - und deshalb haben Banken Schwierigkeiten, das gegenüber ihren privaten Kunden durchzusetzen.

Die Banken selbst oder große Unternehmen haben aber ein Problem mit ihrem "übrigen" Geld: es geht dabei um sehr große Beträge.

Millionen- oder Milliardenbeträge passen in kein Sparschwein - selbst Tresore werden da schnell zu klein. So viel Bargeld aufzubewahren, zu bewachen, zu versichern und zu transportieren würde auch viel Geld kosten.

Deshalb bezahlen sie lieber geringe negative Zinsen, als Geld bar zu lagern und größere Summen bar bezahlen zu müssen.

Und so kann es zu negativen Zinsen kommen.

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Wenn wir über Geld reden, sollte auch klar sein, woher es kommen soll. Kann ich als Jugendlicher Geld verdienen? Darf ich es behalten? Captain Kohle erklärt.

Fast alle Jugendlichen erhalten Taschengeld, und zu Feiertagen und Geburtstagen kommt auch mal etwas geschenktes Geld dazu. Nicht immer reicht das, um sich die eigenen Wünsche zu erfüllen - und auch wer als Hobby Geld anlegen möchte, braucht ein gewisses Startkapital.

Logische Frage:

Kann ich als Jugendlicher Geld verdienen?

Kinderarbeit hat einen schlechten Ruf - man verbindet damit, dass Kinder früher oft

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Körperliche Schwerarbeit: Davor will man Jugendliche schützen.

körperlich schwer arbeiten mussten, anstatt in die Schule zu gehen. Deshalb gibt es Regelungen, die das Arbeiten von  Jugendlichen und ganz besonders Kindern einschränken.

Deshalb dürfen Jugendliche einen Job erst ab 14 Jahren und mit vorheriger Erlaubnis ihrer Eltern annehmen. Für Jugendliche gelten auch strengere Obergrenzen für Arbeitszeiten als Erwachsene.

Je weniger ein Job dem Schulkram in die Quere kommt, desto leichter fällt es meistens, diese Erlaubnis von den Eltern zu bekommen.

Hat das etwas mit Schwarzarbeit zu tun?

Im Normalfall müssen in Deutschland auf verdiente Gelder Steuern und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden. Wenn man sich vor diesen Abgaben unerlaubt drückt, nennt man das Schwarzarbeit. Darauf stehen saftige Strafen - sowohl für denjenigen, der "schwarz" arbeitet als auch für den, der ihn bezahlt.

Deshalb muss man zwischen richtigen Jobs (z.B. kellnern, Regale im Supermarkt einräumen, auf einer Baustelle helfen) und gelegentlichen Leistungen unterscheiden:

  • Beim "richtigen" Job müssen diese Abgaben bezahlt werden. Allerdings kann man bei einem Monatseinkommen bis zu 450 € als "Minijobber" arbeiten - das ist ein vereinfachtes System, bei dem unter 10% vom Geld abgezogen werden (das ist viel weniger als bei einer Vollzeitstelle anfällt.
  • Bei gelegentlichen privaten Leistungen, die nicht als vertragsmäßige Arbeit gelten (darunter fällt Nachhilfe durch Schüler oder gelegentliches Babysitten), kann man sich das Geld bar bezahlen lassen und muss keine Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Darf ich das Geld behalten?

Das hängt von Euren Eltern ab. Sie können entscheiden, ob Ihr das verdiente Geld ganz oder teilweise behalten dürft.

Ich empfehle Eltern zwar, ihren Kindern das selbstverdiente Geld zu lassen, um ihnen den Spaß am Geldverdienen nicht zu verderben. Aber es ist ihre Entscheidung, wie sie das machen wollen.

Fairerweise muss man sagen, dass Kinder ja auch einen Haufen Geld kosten und manche Eltern dadurch finanziell gestresst sind. Man kann dann verstehen, wenn einige dann zumindest einen Anteil an diesem verdienten Geld haben möchten.

Am besten sprecht Ihr das Thema rechtzeitig vorher bei Euren Eltern an - Ihr braucht ja ohnehin ihre Erlaubnis dafür.

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In Nachrichten ist oft von Kindergeld die Rede. Der Betrag ist viel höher als das Taschengeld. Wieso kriege nicht ich das Kindergeld - sondern die Eltern? Captain Kohle erklärt.

Um wieviel Geld geht es?

In Deutschland hängt das Kindergeld von der Zahl der Kinder ab: für die ersten beiden Kinder gibt es monatlich 194 Euro je Kind, für das dritte gibt es zusätzlich 200 € und ab dem vierten Kind gibt es 225 € monatlich.

Am 1. Juli steigen diese Sätze um 10 € je Kind. Für eine kinderreiche Familie kann es da also um 1.000 € im Monat oder mehr gehen.

Wie funktioniert das?

Kindergeld - natürlich auch mit Papierkrieg verbunden....

Die Eltern beantragen Kindergeld nach der Geburt des Kindes bei der Familienkasse, einer Stelle bei der Arbeitsagentur. Im Normalfall steht ihnen das Geld zu, solange das Kind bei ihnen aufwächst.

Sie bekommen ds Kindergeld wird allerdings nicht in bar.

Es ist in den meisten Fällen eine Art Gutschrift auf die Einkommensteuer, die sie bezahlen müssen. Sie bekommen dann mehr von ihrem Gehalt heraus, als wenn sie keine Kinder hätten.

Bei Hartz 4-Empfängern gilt das Kindergeld als "Einkommen des Kindes" - wird aber eben auch den erziehungsberechtigten Eltern überwiesen.

Wieso kriege nicht ich das Kindergeld?

Das Kindergeld soll einen Teil der Ausgaben für Kinder ausgleichen, damit Eltern gegenüber kinderlosen Paaren oder Singles nicht zu stark benachteiligt werden.

Es kostet nämlich viel Geld, Kinder zu haben:

Taschengeld, Geschenke, Essen und Kleidung fallen einem ja sehr schnell ein. Aber es kommt einiges dazu:

Familien mit Kindern brauchen größere Wohnungen und mehr Möbel als Singles oder Ehepaare. Klassenfahrten, auch die Familienurlaube werden teurer... es kommt viel zusammen.

Bei einer einzelnen Familie kann man das nicht so genau aufteilen - man müsste dann ja genau Wohnfläche und Wasserverbrauch pro Person ausmessen.

Aber man hat Haushalte verschiedener Größen nach ihren Gesamtausgaben befragt, um auf einen Durchschnitt zu kommen:

Das ergab, dass Eltern mit einem Kind monatlich 660 €, mit 2 Kindern 583 € und mit 3 Kindern 564 € pro Kind ausgeben.

Das monatliche Taschengeld ist also nur ein kleiner Anteil davon.


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Die Webseite www.intelligent-investieren.net von Michael C. Kissig macht konkrete Vorschläge. Wie investiere ich "intelligent"? Captain Kohle schaut sich das näher an.

Die Website

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Nicht anderen hinterherlaufen, sondern intelligent investieren

Der Manager und Investor Michael Kissig betreibt seit mehreren Jahren die Website www.intelligent-investieren.net. Darin schreibt er Kommentare über bestimmte Aktien, erklärt Fachbegriffe aus der Welt der Aktien und führt eine Liste von Aktien bestimmter Firmen, die er für aussichtsreich hält.

Der Hintergrund

Der Name "Intelligent Investieren" ist eine Anspielung: Eines der bekanntesten Bücher über die Geldanlage in Aktien und über die Aktienanalyse ist "The Intelligent Investor" des amerikanischen Autors Benjamin Graham.

Benjamin Graham war der Hochschullehrer, bei dem Warren Buffett studierte und mit diesem Wissen über Aktienanalyse zu einem der reichsten Menschen der Welt wurde.

Dabei suchte er nicht die Aktien, von denen gerade jeder sprach, sondern die, die anhand konkreter Kennzahlen günstig bewertet waren.

"The Intelligent Investor" ist daher Kult bei vielen Anlegern - und heute noch ein lesenswertes Buch. Schlaue Idee also, seine Website so ähnlich zu benennen.

Warum sollte man sie sich ansehen?

Aktien sind eine gute langfristige Geldanlage.

Wer selbst aussuchen möchte, in welche Aktien er sein Geld anlegt, sucht ja immer nach Ideen und erfolgversprechenden Aktien.

Michael Kissig liefert solche Ideen und begründet auch, warum er welche Aktien für günstig bewertet hält. Teilweise verlinkt er auch auf ausführliche Analysen, die er zu einem früheren Zeitpunkt über Aktien geschrieben hat.

Und er führt eine Liste, welche Aktien er beobachtet - und wie sich ihre Kurse seit Beginn der Betrachtung entwickelt haben.

Nicht jeder interessiert sich für Aktien. Muss man ja auch nicht.

Und zugegeben, für jugendliche Neulinge ist das Thema schon recht schwierig und sein Schreibstil anspruchsvoll.

Aber es lohnt sich mal hereinzuschauen, ob der "Funke" überspringt.

Wie investiere ich "intelligent"?

Michael Kissig schreibt interessante Kommentare , die seine Meinungen zu bestimmten Aktien ausdrücken.

Aktien sind sein großes Thema - andere Anlageformen (die auch intelligent sein können) findet man auf seiner Seite nicht. Aber jeder setzt ja seine Schwerpunkte.

Gerade bei der Geldanlage in Aktien sollte man allerdings nicht kritiklos die Meinungen anderer übernehmen. Bevor man Aktien kauft, sollte man eigene Recherchen machen, mehr als nur eine Meinung lesen - und sich dann seine eigene bilden.

Auch dann liegt man sicher nicht immer richtig - und man erwischt sicher nicht den niedrigsten Kurs zum Kaufen oder den höchsten zum Verkaufen. Aber man lernt dazu, macht Fortschritte und rennt nicht der großen Menge hinterher.

Deswegen nehme ich www.intelligent-investieren.net immer gern als Quelle für Ideen.

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Wer sich für Finanzen interessiert, könnte sie auch zu seinem Beruf machen. Lohnt sich heute eine Banklehre? Captain Kohle erklärt...

Interesse an Finanzen?
Deshalb eine Banklehre?

Die Banklehre hat ein scharfes Auf und Ab hinter sich.

Früher mal waren Banken top beim Image und der Bezahlung - zumindest unter den kaufmännischen Berufen. Banken galten als sichere Arbeitgeber.

Es gab sogar mal eine Zeit, in der die Banklehre gern gezielt als Ergänzung zum Studium genommen wurde. Die Frage "lohnt sich eine Banklehre?" stellte sich also auch, wenn man eigentlich gar nicht dauerhaft in einer Bank arbeiten wollte.

Dann haben Bankenkrisen und der Stellenabbau dem Image und Zukunftsaussichten der Geldinstitute schwer zugesetzt.

Was lernt man da?

Die Berufsbezeichnung und -ausbildung des Bankkaufmanns (oder der -frau) ist immer noch sehr breit angelegt.

Während der Ausbildung durchläuft man - wie vor Jahrzehnten - einen Querschnitt der Abteilungen des Unternehmens. Bankschalter, Kreditabteilung, Kundenberatung - man lernt die kundenbezogenen Abteilungen und ihre Systeme und Abläufe kennen.

Teilweise auch die internen Bereiche, die für den Kunden nicht sichtbar sind.

Nach ihrer Lehre spezialisieren sich die meisten auf einen der Bereiche. Sie haben dann mehr Verantwortung, aber weniger Themenvielfalt.

Das Problem vieler Bankkaufleute

Der frühere Chef der Deutschen Bank John Cryan sagte mal:

„Wir haben in unserer Bank Menschen, die arbeiten wie Roboter.
Künftig werden wir Roboter haben, die wie Menschen arbeiten.“

Was bedeutet das?

Früher bedeutete jeder Kontakt mit einer Bank auch Kontakt mit einem Mitarbeiter. Geld abheben oder überweisen bedeutete, in die Filiale zu gehen und mit Menschen zu tun zu haben.

Diese Angestellten arbeiteten nach festen Abläufen - jeder wusste genau, was er entscheiden durfte und womit er zu seinem Chef musste. Das meinte Cryan mit dem "arbeiten wie ein Roboter".

Diese Jobs haben sich mit dem Geldautomaten und dem Telefon- und Onlinebanking stark reduziert - und das schreitet immer weiter fort. Je mehr Kunden für ihre Geschäfte keine Bankfiliale mehr brauchen, desto weniger Filialen betreiben die Banken.

Viele Bankkaufleute wechselten in andere Berufe oder in die Call-Center ihrer Banken, um dort Telefonbanking-Funktionen anzubieten. Andere spezialisierten sich auf Gebiete wie die Baufinanzierung, die vor der Automatisierung sicher schienen.

Aber auch hier werden zunehmend computerisierte Lösungen angeboten.

Viele der übriggebliebenen Jobs sind nun von der nächsten Automatisierung bedroht.

Je besser "Bots" menschliches Verhalten imitieren können, desto mehr Kunden kann man auch ganz automatisiert bedienen - teils, ohne dass sie es merken.

Das sind dann die "Roboter, die arbeiten wie Menschen".

Wie sieht der Job in einer Bank morgen aus?

Ein Mensch, der arbeitet wie ein Roboter, will man ja nicht sein. Und ein Roboter, der arbeitet wie ein Mensch, kann man nicht sein.

Erfolg haben also nicht die, die nach standardisierten Abläufen für einzelne Kunden arbeiten.

Sondern entweder die, die sich außerhalb des "Massengeschäfts" spezialisieren - oder diejenigen, die Systeme und Prozesse für alle Kunden weiterentwickeln.

Lohnt sich heute eine Banklehre?

Wenn man sie in der Erwartung macht, einen stabilen und sicheren Job zu bekommen, nein.

Auch nicht für diejenigen, die das "System Bank" kennenlernen wollen, um es dann weiterentwickeln zu können. Dafür muss man nicht zwei bis drei Jahre kreuz und quer durch die verschiedenen Bereiche einer Bank turnen.

Für sie ist es wichtiger, sich in den MINT-Fächern fit zu machen, um sich dann die Bereiche aussuchen zu können, in denen sie das Erlebnis für Kunden verbessern können.

Und viele der anderen Spezialisten, die in den Bereichen außerhalb des Massengeschäfts tätig sind, wählen den Einstieg über ein Studium.



Captain Kohle erklärt Jugendlichen Geld und Finanzen auf einfache Weise. Wenn Dich das interessiert, kannst Du hier mehr über Captain Kohle erfahren und Dich hier über neue Artikel informieren lassen. Und im Shop findest Du das aktuelle Buchangebot.

Laut einer neuen Studie besitzen deutsche Privathaushalte insgesamt gut 8.900 Tonnen Gold, davon etwa 4.900 Tonnen in Barren und Münzen und 4.000 Tonnen in Schmuck verarbeitet.

Das entspricht pro Kopf einer Menge von 71 Gramm in Münzen oder Barren oder 58 Gramm an verarbeitem Schmuck.

Deutsche Privathaushalte haben mehr Goldbesitz als je zuvor. Woher kommt der große deutsche Goldhaufen? Wie groß ist er wirklich? Und was bringt das? Captain Kohle erklärt.

Wie groß ist der deutsche Goldhaufen?

Barren, Münzen oder auch zu Schmuck verarbeitet: Deutsche Privatpersonen haben über 8.900 Tonnen Gold

Laut einer neuen Studie besitzen deutsche Privathaushalte insgesamt gut 8.900 Tonnen Gold, davon etwa 4.900 Tonnen in Barren und Münzen und 4.000 Tonnen in Schmuck verarbeitet.

Das entspricht pro Kopf einer Menge von 71 Gramm in Münzen oder Barren oder 58 Gramm an verarbeitem Schmuck.

Die häufigsten Goldmünzen wiegen eine Unze, das sind ca. 28,4 Gramm - wir reden über eine Durchschnittsmenge, die pro Kopf etwa viereinhalb dieser Münzen entspricht.

Mal zum Umrechnen in Geld: eine solche Münze ist zu heutigen Kursen ca. 1.140 € wert.

Warum so viel Gold?

Wenn man befürchtet, dass Geld seinen Wert durch Inflation verliert, ist es ganz sinnvoll, sein Geld in Sachwerten anzulegen.

In vielen anderen Ländern betrachten Anleger eher Unternehmen als "Sachwerte" und investieren in Aktien, um sich vor Inflation zu schützen.

Deutsche mißtrauen Aktien eher. Wenn sie ihr Geld anlegen wollen, dann lieber in Immobilien oder in Edelmetallen. Und so kommt der große deutsche Goldhaufen zustande.

Ist Gold wirklich sicher?

Gold hat tatsächlich seinen Wert noch nie völlig verloren. Goldpreise haben sich aber durchaus auch schon mal stark abwärts bewegt. Wer im Krisenjahr 2011 sein Geld sicher in Gold anlegen wollte, musste 1.370 € pro Unze dafür bezahlen. Er hat damit aus heutiger Sicht also Verlust gemacht.

Und Sicherheit bedeutet auch die Frage, wo genau der große deutsche Goldhaufen liegt: 38% derer, die ihr Geld in Gold anlegen, lagern es bei sich zu Hause. Dabei wurde leider nicht genau gefragt, ob es dort wenigstens in einem privaten Tresor gelagert wird.

Was die einen als Unanbhängigkeit von Banken sehen, ist für andere ein erhöhtes Risiko von Einbruchdiebstahl oder Raub.

Ist Gold eine gute Geldanlage?

Gold hat zwar seinen Seltenheitswert schon seit sehr langer Zeit - im Gegensatz zu anderen Anlagen wirft es aber weder Zinsen noch Dividenden ab. Langfristig ist es weniger rentabel als ein gemischtes Aktiendepot.

Einen Vorteil hat es allerdings: In Krisenzeiten, wenn Aktienkurse eher fallen, ist Gold sehr gefragt, so dass Goldpreise gerade dann eher steigen.

Aus diesem Grund legen viele Anleger nur einen kleinen Teil ihres Geldes in Gold an: es kann in schlechten Zeiten die Verluste bei Aktien etwas ausgleichen.

Nur wenige stecken einen großen Teil ihres Vermögens in Gold. Der große deutsche Goldhaufen teilt sich also in viele kleine.


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Wenig oder auch nichts zu besitzen - das kann man sich vorstellen. Mit negativen Werten ist es schwieriger. Kann man weniger als nichts haben? Captain Kohle erklärt.

Weniger als nichts haben - geht das?

Unter Besitz oder Vermögen stellt man sich oft konkrete Gegenstände vor: Häuser, Autos, Boote - und alles herunter bis zu Smartphones, Klamotten und Spielzeug. Davon kann man nur nichts, viel oder wenig haben - negativ geht nicht.

Eigentum und Besitz

Nicht alles, was Leute täglich benutzen, gehört ihnen aber wirklich. Wohnungen sind meist gemietet - und viele neue Autos gehören gar nicht wirklich den Leuten, die sie benutzen - sie sind nur geleast.

Leasing ist eine Art lang laufender Miete, für die sie jeden Monat bezahlen müssen und bei deren Ablauf sie das Auto zurückgeben müssen.

Rechtlich gehört das Auto die ganze Zeit nicht dem Benutzer, sondern der Leasingfirma. Der Besitzer (=Nutzer) ist also gar nicht der Eigentümer (=die Leasingfirma).

Vermögen und Schulden

Nur wenige können sich den Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung einfach so leisten. Sie nehmen einen Kredit auf, den sie oft über mehrere Jahrzehnte abzahlen. Das kann sich lohnen, weil sie in dieser Zeit ja auch keine Miete bezahlen müssen - und weil Immobilienpreise nicht immer, aber oft steigen können.

Aber es gibt auch viele andere Dinge, für die Leute Kredit aufnehmen: gekaufte Autos oder Einrichtungsgegenstände zum Beispiel. Oft steht auch einfach das Konto im Minus, weil die Ausgaben höher waren als das Einkommen.

Diese Schulden muss man beim Vermögen natürlich berücksichtigen - und vom Gesamtwert der Sachwerte abziehen. Und dann sieht das Bild oft ganz anders aus.

Kann man weniger als nichts haben?

Wenn man den Absatz "Vermögen und Schulden" verstanden hat, wird es deutlich: Klar, wenn die Schulden höher sind als der Wert der Vermögensgegenstände, bleibt ein negativer Restwert übrig.

Rechnerisch gesehen hat man dann insgesamt weniger als nichts.

Wenn dann auch das laufende Einkommen fehlt, aus dem man seine fälligen Rechnungen doch noch bezahlen kann, gilt man als überschuldet.

Kommt das oft vor?

Leider ja: In Deutschland ist etwa jeder zehnte Erwachsene überschuldet. Das ist einer der Gründe, warum es Captain Kohle gibt und er das Thema auch schon bei Jugendlichen anspricht.

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Ein völlig unrealistisches Thema? Leider nein - Supersportwagen faszinieren vor allem männliche Jugendliche so, dass es auf Ratgeberseiten wie gutefrage.net schon geradezu ein Klassiker ist: wieviel muss man verdienen, um sich einen Lamborghini leisten zu können? Kann ich mir einen Lamborghini leisten?

Kein klassisches Thema für einen Jugend-Finanzblog - Captain Kohle erklärt trotzdem.

Was kostet ein Lamborghini?

Kann ich mir so einen leisten? Ganz schnell??

Die Kaufpreise reichen von knapp 90.000 € für gebrauchte "einfache" Modelle bis zu über einer Million € für Sondermodelle als Neuwagen.

Nehmen wir mal als einfachste Variante einen guterhaltenes "einfaches Modell" für um die 100.000 €.

Wenn man ein solches Fahrzeug nicht nur einmal kaufen, sondern nach ein paar Jahren wieder durch ein Vergleichbares ersetzen will, muss man also einen jährlichen Wertverlust von mindestens 15.000 - 20.000 € einrechnen.

Für die reinen Betriebskosten lohnt mal ein Blick in www.autokostencheck.de - dort findet man Durchschnittswerte für monatliche laufende Betriebskosten (also ohne Wertverlust und ohne Zinsen für Kredite). Die wirft für ein solches Fahrzeug ca. 800 € durchschnittliche Kosten aus.

Würde also ca. 1.500 € Wertverlust plus 800 € reine Betriebskosten ausmachen - also 2.300 €? Harmlos, oder?

Nicht ganz. Erstens sind die 800 € ein ziemlich theoretischer Durchschnittswert. Den erreicht man nur mit sehr braver Fahrweise.

Aber wer so ein Auto fährt, will auch mal auf den Nürburgring, oder?

Bitte sehr: der Eintritt pro Runde Nürburgring 25 €-30 €. Unter Rennbedingungen steigt der Benzinverbrauch auf gigantische Werte an. Und ein Satz Reifen kostet ca. 2.000 € - und hält bei sportlichen Fahrten nicht lange. Auch Bremsen und andere Teile halten dann kurz und müssen oft gewechselt werden.

Wer es mit diesem Hobby ernst meint, kommt schnell auf jährliche Kosten von 40.000 € oder deutlich mehr für das Hobby Lamborghini - ohne, dass es sich hierbei um eines der stärksten Modelle handeln muss.

Ist das alles?

Tja - was willst Du vom Leben? Lamborghini fahren, aber unter der Laterne parken, ein Leben lang bei Mutti wohnen, nie Urlaub machen und von Dosenravioli leben? Passt nicht zusammen, oder?

Ein Lamborghini ist ein eher unpraktisches Auto und wird von den meisten Eigentümern als eines von mindestens drei Fahrzeugen gefahren. Er steht meist in einer privaten Mehrfachgarage, die zu einem passend großen Haus gehört - und ist Teil eines insgesamt recht teuren Lebensstils.

Dazu gehören neben Haus und mehreren aufwendigen Autos recht teure Kleidung, schicke Urlaubsreisen, sonstige teure Hobbies - es kommt einiges zusammen.

Das kann schnell auf Gesamtkosten von mehreren hunderttausend Euro pro Jahr kommen.

Und wieviel muss man verdienen?

Wer im Jahr für einen eher luxuriösen Lebensstil um die 300.000 € verbraucht, muss dieses Geld ja netto verdienen (Steuern etc. müssen also schon abgezogen sein - hier eine Erklärung zu brutto und netto). Das schafft man nur mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von ca. 500.000 € oder mehr, also über 40.000 € monatlich.

Gibt es das überhaupt?

Schon - wenn auch nicht sehr oft. Spitzenmanager, erfolgreiche Unternehmer, Spitzensportler, aber auch ein kleiner Teil besonders gut verdienender Ärzte oder anderer Selbständiger können solche Einkommen verdienen.

Verdienen denn alle soviel, die so ein Auto fahren?

Einige schon.

Andere gehören wohl wirklich zu der "Dosenravioli-Truppe", die fast alles ins Auto stecken, was sie haben. Für sie ist das Auto der Lebensinhalt.

Und es gibt Leute, die ein solches Auto fahren, ohne es sich leisten zu können. Die fahren es dann aber meist nicht sehr lange...

Man sollte sich die Frage: "Kann ich mir einen Lamborghini leisten?" also vorher stellen und mal ehrlich nachrechnen.

Noch viel besser: einfach mal überlegen, ob man wirklich sein Leben und seinen Job um ein Auto herum planen will.

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Beratung zu Finanzen in den USA - Captain Kohle stellt die Dave Ramsey-Show vor. Was an der Finanzberatung auf amerikanisch besonders ist - und auch für uns interessant sein kann.

Sparen - eine der zentralen Botschaften von Dave Ramsey

Wie funktioniert die Beratung zu persönlichen Finanzen in den USA? Anders als in Deutschland! Eines der bekanntesten amerikanischen Showtalente mit Spezialisierung auf Fragen zu Finanzen ist Dave Ramsey. Seine "Dave Ramsey Show" ist einer der meistbesuchten Kanäle zu dem Thema auf Youtube.

Wie funktioniert die Dave Ramsey Show?

Dave Ramsey ist ein knapp 60 Jahre alter Texaner. Er sitzt in einem kleinen Studio und nimmt Anrufe entgegen, die sein Team vorher aussucht und mit kurzen Einblendungen vorstellt.

Die Anrufer schildern ihr Problem und stellen dann ihre Fragen, die sich oft, aber nicht immer um Schulden und finanzielle Probleme drehen. Und Dave antwortet.

Manchmal kommentiert er zwischen den Telefonaten aktuelle Nachrichten rund um das Thema Geld. Soweit ziemlich normal.

Was ist besonders an seiner Sendung?

Dave Ramsey kann sehr direkt werden, wenn seine Gesprächspartner ihm widersprechen oder unbequemen Wahrheiten nicht hören wollen. Das ist nicht immer fair - aber sehr eindringlich.

Dabei ist er ein origineller Typ, der auch über seine eigenen früheren Fehler und Dummheiten spricht.

Und er hat Erfolg mit dem, was er tut: Sein Kanal findet enorme Verbreitung, er hat mehrere Bücher über Finanzen veröffentlicht und eine Finanzakademie gegründet.

Was lernt man von ihm?

Er hat einige Kernbotschaften, die immer wieder auftauchen:

  • Kredite für Konsumgüter sind eine schlechte Idee
  • Kreditkarten verführen zu erhöhten Ausgaben, sind also auch schlecht
  • Schulden sollten schnellstmöglich durch radikalen Verzicht auf alles Unnötige abgebaut werden ("It's only rice and beans for dinner!")
  • Jeder Luxus, der nicht locker aus dem Einkommen bezahlt werden kann, muss weg

Und es schadet auch nicht den Englischkenntnissen, ihm zuzuhören.

Sein amerikanischer Dialekt ist verständlich - der seiner Anrufer leider nicht immer. Allerdings denke ich, dass man der Sendung nach vier oder fünf Jahren Englisch ganz gut folgen kann.

Was funktioniert nicht so ganz?

Einige Dinge sind in den USA anders als in Deutschland. Also passt auch die Finanzberatung auf Amerikanisch nicht in allen Punkten hierher:

  • Einige Fragen beziehen sich auf rechtliche Dinge - die sind oft sogar in verschiedenen Bundesstaaten unterschiedlich geregelt - da kann man einfach nur weiterspringen.
  • Studienkredite funktionieren völlig anders als das deutsche BAföG
  • In den USA sind Kreditkartenschulden häufiger und oft höher als in Deutschland, weil Kreditkarten dort etwas anders funktionieren.
  • Dort kommt es noch etwas stärker auf eigenes Sparen an, weil die Altersversorgung anders funktioniert.
  • Er verweist Leute mit Schulden oft zur Beratung an ihre Kirchengemeinden. Das ist auch sehr amerikanisch. Es gibt in Deutschland auch kirchliche Schuldnerberatungen (z.B. von der Caritas) - aber eben auch viele andere Anlaufstellen.
  • Und er bewirbt als guter Geschäftsmann massiv seine eigenen Bücher und Kurse. Es ist also eine Art Dauerwerbesendung.

Warum ich es gern sehe

  • Ich schaue gern, wie Dinge in anderen Ländern funktionieren.
  • Vieles, was es in den USA gibt, kommt irgendwann auch nach Deutschland. Dazu gehören die besonders gefährliche Sorte Kreditkarten, vor denen er warnt (ich auch). Sie sind noch in der Minderheit, breiten sich aber gefährlich aus.
  • Und viele seiner Kernbotschaften kann man einfach nicht oft genug hören!

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Gewinner beim Planspiel ist, wer am Ende der Zeit die höchste Summe aus Wertpapieren und Cash hat. Verlieren kann man dagegen außer etwas "Spielgeld" nichts. Im richtigen Leben aber sind die möglichen Verluste aber echt.

Was bringen Börsenplanspiele: welchen Sinn und welche Grenzen haben sie?


"Vorne liegen" ist für viele Hauptsache.

In vielen Schulen finden sie alljährlich statt: Börsenplanspiele.

Teams von Schülern erhalten einen virtuellen Geldbetrag, den sie für einen gewissen Zeitraum durch Kauf und Verkauf von Aktien mehren sollen. Wer am Ende dieser Zeit "vorne" liegt, gewinnt.

Was lernt man dabei?

Börsenplanspiele sind "learning by doing":

Man lernt die Auswahl geeigneter Aktien, oft auch recht lebensechte Eingaben von Aufträgen in Onlineformulare - mit den entsprechenden Limits. Und zwar, indem man sie macht.

Viele beschäftigen sich dabei auch das erste Mal mit Informationsquellen zu Finanzen: Apps und Artikel, in denen über Aktien diskutiert wird und in denen man sich Meinungen anschaut.

Man erlebt die Spannung, die Folgen der eigenen Entscheidung zu sehen - und dann weitere Entscheidungen treffen zu müssen: Bleibe ich in dieser Aktie - oder verkaufe ich?

Meist nehmen Schüler nicht einzeln teil, sondern als Teams. Das hat den Vorteil, dass man weniger "aus dem Bauch" entscheidet, sondern diskutiert:

Warum finde ich, dass wir diese Aktie kaufen, verkaufen oder behalten sollten? Wie können wir von Trend A oder B am besten profitieren? Wie wollen wir die Anlage auf verschiedene Werte aufteilen - und wo Schwerpunkte setzen?

Auch das Einigen auf eine gemeinsame Linie ist ein Erfolg.

Was dazugehört

Um einigermaßen erfolgreich teilnehmen zu können, sollte man bereits vorher grundsätzlich etwas über Aktienauswahl und -analyse gelernt haben.

Einige Schüler holen sich das in ihrer Freizeit vorher außerhalb der Schule. Andere lernen es schnell, wenn sie in einem Planspiel "ins kalte Wasser" geworfen werden und sich dann damit beschäftigen.

Viele brauchen aber auch vorher eine Einführung zu dem Thema - damit das Planpiel nicht für viele zum frustrierenden blinden Tippen wird.

Deutschland ist immer noch ein Land, in dem nur sehr wenige Menschen ihr Geld in Aktien anlegen - und wenige Eltern ihre Kinder darauf vorbereiten.

Deshalb sollten Börsenplanspiele nicht ohne Vorbereitung im Unterricht stattfinden.

Und Planspiele sollten auch unter realistischen Bedingungen laufen:

Bei Käufen und Verkäufen sollten marktübliche Kosten berechnet werden. "Hin und Her macht Taschen leer" heißt es ja. Auch wenn Onlinebanking Börsengeschäfte billiger macht - Kosten verursachen sie schon.

Was sie oft nicht bringen

Gewinner beim Planspiel ist, wer am Ende der Zeit die höchste Summe aus Wertpapieren und Cash hat. Verlieren kann man dagegen nichts.

Wenn man bei einer großen Teilnehmerzahl auf einen der ersten Plätze will, fährt man also mit hohem Risiko am besten. Man sucht sich Aktien mit hohen Kursschwankungen aus. Und man hält die Zahl der Aktien gering, um möglichst weit weg vom Feld der Teilnehmer zu kommen.

Dann spielt allerdings reines Glück eine große Rolle.

So sollte man echtes Geld im richtigen Leben aber nicht anlegen. Dort sind die möglichen Verluste ja echt. Und da spielen auch Sicherheitsgedanken eine Rolle, die einem beim Planspiel nur im Wege wären.

Und man lernt auch nicht die Geduld, die manche eher langfristigen Anlagen brauchen, bis sie aufgehen.

Also alles Quatsch?

Absolut nicht.

Man sollte sich klar sein, dass "vorne liegen" zwar ein schöner Erfolg ist, dass die erfolgreiche langfristige Geldanlage in Aktien für die meisten aber völlig anders funktioniert.

Dazu gern mehr in einem weiteren Beitrag...

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